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Job-Profil Tontechniker, Medientechniker

Der Audiobereich ist eine der bedeutendsten Sparten im Eventbereich. Ohne Ton keine Show, keine Aufnahmen, keine Produktpräsentation. Der Tontechniker sorgt dafür, dass der Sound bestens abgestimmt ist und das Publikum ein angenehmes, dynamisches und zugleich homogenes Klangerlebnis genießt. Damit das klappt, muss Mann oder Frau gut ausgebildet sein. 

Die Tontechnik ist ein umfassendes Terrain mit vielen, unterschiedlichen Aspekten. Übliche Lehrinhalte für Tontechniker umfassen u. a. Gehörbildung, Musiktheorie, Elektrotechnik, Mikrofonierung, Mischpult- und Wiedergabetechnik sowie Sounddesign. Auch die Klangästhetik verschiedenster Musikstile solltet ihr kennen, um sie kompetent reproduzieren zu können.

Um erfolgreich in eurem Traumberuf zu arbeiten, benötigt ihr ein möglichst gutes Gehör. Taube Tontechniker gibt es nämlich zu Genüge. Dann solltet ihr Spaß an Musik haben, musikalische Grundkenntnisse schaden nicht. Vorteilhaft ist außerdem eine gewisse stilistische Flexibilität, denn ihr werdet euch eure Auftraggeber nur in den seltensten Fällen aussuchen können. Und im Idealfall seid ihr hingebungsvoll tolerant: Selbst, wenn der Sänger im Aufnahmeraum mit schrägen Tönen glänzt, werdet ihr versuchen, das optimale Ergebnis rauszuholen.

(Bild: Fotolia, Credits: Franz Pfluegl)

 

Sprache und Töne

Doch es geht nicht nur um Musik: Immer wieder werden sich Aufträge ergeben, bei denen zum Beispiel Naturgeräusche aufgenommen, eingespielt und gemischt werden müssen. Ein weites Betätigungsfeld bieten Rundfunk- oder Fernsehaufnahmen, bei denen es um das gesprochene Wort geht. So ergibt sich ein immenser Abwechslungsreichtum, der diesen Beruf so interessant macht und selten Monotonie aufkommen lässt.


Tontechniker sitzen eben nicht nur im dunklen Studio, viel häufiger sind die Einsätze “on the road”. Da Events wie Outdoor-Festivals, Stadtfeste oder Konzerte in Stadien hauptsächlich von Frühjahr bis Herbst durchgeführt werden, hat diese Sparte allerdings häufig den Nimbus des Saisongeschäfts. Konzerte, Messe-Events, Theaterveranstaltungen und mehr finden jedoch das ganze Jahr über statt, sodass die Auftragslage für den etablierten Tontechniker selten vollkommen einbricht.

Ausbildung

Für beste Aufstiegsperspektiven habt ihr die Schule idealerweise mit der Allgemeinen Hochschulreife, sprich dem Abitur verlassen. Denn die meisten Tontechniker bilden sich irgendwann zum Toningenieur oder Meister für Veranstaltungstechnik weiter. Das Abi benötigt ihr zwar nicht für den Tontechniker. Dadurch haltet ihr euch aber die Möglichkeiten für die Weiterqualifikation offen. Speziell dann, wenn die Tontechniker-Ausbildung als ein Baustein des Ganzen verstanden wird.
Bundesweit existieren etwa 20, größtenteils private Ausbildungsstätten, beispielsweise die Akademie Deutsche Pop, die ARD.ZDF Medienakademie, die Europäische Medien- und Event-Akademie in Baden-Baden, die Schule für Tontechnik in Wuppertal oder die SAE in Hamburg. Die Ausbildung kostet Geld, und zwar zwischen 440 und 620 Euro im Monat. Das ist kein Pappenstiel. Es gibt aber auch andere Wege zum Ziel.
Eine solide Wahl ist die Ausbildung in einem Betrieb, zum Beispiel bei einem mittelgroßen Eventdienstleister. Dann nennt sich das Berufsbild nicht mehr Tontechniker, sondern Mediengestalter Ton und Bild, eine umfassende Ausbildung mit deutlichem Praxisbezug von drei Jahren. Die Chancen auf einen Arbeitsplatz mit Festanstellung sind für diese Berufsgruppe – dank umfangreicherer Ausbildungsinhalte – erfahrungsgemäß hoch.

Verdienst

Das Monatsgehalt von ausgebildeten Tontechnikern ist weit gefächert. Die wenigen Festangestellten pendeln sich bei einem Anfangsgehalt von 1.500 bis 2.000 Euro brutto ein. Freelancer stecken sich Honorare zwischen 250 und 400 Euro pro Termin in die Tasche. Das allerdings bei oft unregelmäßiger Auftragslage.
Gehälter von ca. 3.000 Euro monatlich und mehr werden allenfalls die Besten ins Visier nehmen. Die haben sich dann längst zum Toningenieur oder in anderen Disziplinen weitergebildet. Allerdings: Die Ausbildung dauert normalerweise nur 12 bis 24 Monate, weitere Qualifikationen können also schnellstens folgen.
Man kann die Basisausbildung also als ein erstes Modul auf dem Karriereweg verstehen. Wenn andere noch ein bis zwei Jahre Ausbildung vor sich haben, verdient der Tontechniker schon das erste Geld. 

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(Bild: Fotolia, Credits: Franz Pfluegl)

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von Jörn Petersen

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Profilbild von Julian Knodler

Julian Knodler sagt:

#1 - 13.08.2017 um 20:54 Uhr

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Und der Tontechniker arbeitet seit neustem auf dem Lichtpult?

Kommentare vorhanden
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