zOne.sk Asper Test

Viele Synthesizer, egal ob software- oder hardwarebasiert, greifen auf Modulationen zurück, um ihre Sounds lebendiger und menschlicher zu gestalten. zOne.sk Asper geht dabei einen anderen und neuen Weg – mit erstaunlichen Ergebnissen.

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DETAILS + PRAXIS

Allgemeines

Asper gibt es auf der Download-Sektion bei KVR, bis jetzt allerdings leider nur für Windows-Nutzer. Nach dem Entpacken der heruntergeladenen Zip-Datei besitzt man das Plugin in drei Versionen: als VST2 in 32- und 64-Bit und im Format VST3. Die gewünschte Version muss dann nur noch in den VST-Ordner der DAW geladen werden, die Installation entfällt.   

Neuer Ansatz bei der Klangerzeugung

zOne.sk Asper hat es sich zum Ziel gesetzt, Sounds hervorzubringen, die nicht statisch sind, sondern das menschliche Spiel akustischer Instrumente imitieren. Das dafür nötige Round-Robin-Verhalten erreicht das Plugin über eine ungewöhnliche Klangerzeugung.

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zOne.sk Asper nutzt eine recht ungewöhnliche Form der Klangsynthese. 

Der Synthesizer verfügt über einen Wavetable-Oszillator mit 118 verschiedenen Wavetables, die in zwei Layer unterteilt werden können. Jede Schicht wiederum kann man aus zwei verschiedenen Wavetables und auf eine unterschiedliche Art kombinieren. Außerdem gibt es die Blend-Funktion für das stufenlose Mischen der beiden Schichten.  

Weitere Klangmöglichkeiten liefern ein Noise-Oszillator, subtraktive Synthese, Phase-Distortion, Physical-Modeling und ein Comb-Filtermodul pro Oszillator-Layer. Hinzu kommen ein Two-Mode-Shaper, ein Vibrato-Modul, ein Ensemble-Modul und eine Modulationssektion. Das GUI von Asper ist außerdem in 10er-Schritten skalierbar, und zwar zwischen 80% und 150%.

Lebendige Sounds

Beispiel 1 ist ein Arp-Sound, an dem man das Round-Robin-Verhalten von Asper gut beobachten kann. Scheinbar zufällig ändert sich das Timbre der einzelnen Hits und tatsächlich entsteht dadurch ein Human-Feeling. Beispiel 2 ist super atmosphärisch – Hans Zimmer sitzt an so einem Sound wahrscheinlich viele Stunden, bevor er ihn dann in den Dune-Soundtrack integriert. Mit Asper ist so ein Sounddesign eine Sache von Minuten. Beispiel drei zeigt dann noch einmal einen eindrucksvollen Arp-Sound.   

Audio Samples
0:00
01 Distro Rhythm 02 Flute 03 Attack Pitch Seq

FAZIT: zOne.sk Asper Test

zOne.sk Asper ist ein sehr interessanter und unglaublich vielseitiger Software-Synth. Die Unterteilung eines Wavetables in zwei Layer, die dann wieder ineinander gemixt werden können, und die Phase-Distortion bringen nicht nur sehr lebendige Sounds hervor, sondern klingt Asper dadurch einfach völlig anders als andere Synths. Das GUI könnte etwas übersichtlicher sein, trotzdem findet man sich nach ein paar Minuten ganz gut zurecht. Einziges Manko ist die momentan noch fehlende macOS-Unterstützung. Bleibt nur zu hoffen, dass die in Zukunft nachgerüstet wird. 

Features

  • ein Wavetable-Oszillator
  • 118 implementierte Wavetables
  • Zusätzlicher Noise-Oszillator
  • Comb-Filter
  • Phase-Distortion
  • Modulationssektion
  • in Stufen skalierbares GUI 
  • PREIS: zOne.sk Asper ist kostenlos
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • neuer Klangerzeugungsansatz
  • super viele Features
  • sehr lebendige Sounds
  • viele Parameter bieten Randomise-Funktion
Contra
  • Windows only
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