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Wavesfactory Cassette Transport Test

Der Tape-Stop-Effekt war besonders in der Hip-Hop- und Urban-Musik der 90er und 2000er Jahre allgegenwärtig. Diesem Trend möchte Wavesfactory mit seinem Freeware-Plugin Cassette Transport entgegenwirken. Der Effekt ist ein Spin-Off von Cassette, der kompletten Audiokassettenemulation, ebenfalls aus dem Hause Wavesfactory.

Wavesfactory_Cassette_Transport_B01_Test

  
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Allgemeines

Cassette Transport gibt es ab Windows im VST2-, VST3- und AAX-Format. Ab Mac OS X 10.7 ist es in den Formaten VST2, VST3, AU und AAX erhältlich. Für beide Betriebssysteme gibt es den Effekt aber nur in 64-Bit.  
Das Plugin kostet nichts. Dennoch muss zuerst eine E-Mail-Adresse auf der Seite des Herstellers angegeben werden. Und man bekommt den Effekt auch dann nur zugeschickt, wenn man sich ebenfalls für den Newsletter anmeldet. Daraufhin erhält man schließlich aber eine Mail mit Downloadlinks für die Installer beider Betriebssysteme. 

GUI und Konzept

Im Herzen des GUIs finden sich vier Transporttasten, wie man sie noch von Kassettenspielern her kennt: Play, Stop, Forward und Rewind. Genau wie beim analogen Original ist auch bei Cassette Transport nur dann etwas zu hören, wenn der Play-Button betätigt wurde. Wird dann in der DAW ein Track abgespielt, kann mit einem Klick auf den Stop-Button der gleichnamige Effekt erzielt werden. Wenn der Switches-Regler aufgedreht wird, bestätigen die vier Transporttasten zusätzlich ihre Betätigung mit einem Klickgeräusch, wie es bei Tapes üblich ist. Ist der Rotor-Regler aufgedreht, geben die Play-, Forward- und Rewind-Funktionen ebenfalls ein mechanisches Geräusch aus. Darüber hinaus haben die Forward- und Rewind-Tasten an sich keine Funktion. 

Das GUI von Cassette Transport.
Das GUI von Cassette Transport.

Sound

Zuerst hören wir uns einmal die mechanischen Tape-Geräusche an, die Cassette Transport so absondert. Da kommt richtig nostalgische Stimmung auf. Alle, die alt genug sind, kennen diese Sounds in- und auswendig.
Jetzt zum besagten Tape-Stop-Effekt. Beim ersten Beispiel, einer Gitarrenaufnahme, habe ich den Stop-Effekt recht kurz auf einen halben Takt eingestellt und Switches sowie Rotor hörbar gemacht. So schnell geht das beim Original aus Vinyl nur, wenn man die Platte mit der Hand abstoppt. Der Effekt klingt dabei aber nicht digital sondern wirklich gut und organisch. Am Anfang des Beispiels hören wir außerdem, wie der Motor des virtuellen Tape-Decks Fahrt aufnimmt. 

Audio Samples
0:00
01 Mechanische Geräusche 02 Tape Stop 1 03 Tape Stop 2

Beim dritten Beispiel habe ich dann Play- und Stop-Time so lange wie möglich eingestellt und Switches und Rotor ausgeschaltet. Und auch bei der größtmöglichen Effektzeit klingt Cassette Transport wieder realistisch.   

Fazit

Klar, Cassette Transport von Wavesfactory ist in seinen Möglichkeiten und Funktionen durchaus stark begrenzt. Wer aber wirklich nur einen guten Tape-Stop-Effekt sucht, wird damit definitiv glücklich. Warm ums Herz wird es bei den realistischen Switches- und Rotor-Sounds allen, die schon mal ein analoges Tape oder einen Plattenspieler in den Händen hatten. Das ein oder andere Grinsen zeigt sich somit unweigerlich im Gesicht betagterer User von Cassette Transport. Und das schicke GUI macht das Arbeiten damit gleich nochmal schöner.

Pro
  • organisch und realistisch klingender Tape-Stop-Effekt
  • realistische Switches- und Rotor-Sounds
  • hübsches GUI
Contra
  • kein Contra
Features
  • Tape-Stop-Effekt
  • Stop-Zeit frei oder über Tempo-Sync einstellbar
  • klassische Bediengeräusche stufenlos regelbar
Preis:
  • kostenlos
Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • organisch und realistisch klingender Tape-Stop-Effekt
  • realistische Switches- und Rotor-Sounds
  • hübsches GUI
Contra
  • kein Contra
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Wavesfactory Cassette Transport Test
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von Tobias Homburger

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