Hopf Saturn Bass: Legendäre Saturn-Silhouette als Semiakustik-Bass

Hopf Guitars stellt den Saturn Bass vor – das erste Bassmodell nach dem Firmenneustart im Jahr 2023! Mit dem gleichnamigen Bass aus den 60er-Jahren hat der Frischling allerdings nur noch wenig gemein: Zwei patentierte Doublebucker, ein aberwitzig hochwertiger Preamp und eine aufwendige semiakustische Konstruktion verbinden die klassische Saturn-Optik mit den prägnenten F-Löchern und der markanten Formgebung an Body und Headstock mit hochmoderner Klangvielfalt. Vor wenigen Wochen erblickte der erste Prototyp dieses exklusiven Bassmodells das Licht der Welt – die Fertigung einer streng limitierten Serie „made in Germany“ ist aber bereits in Planung, wie uns die Company mitteilte.

Hopf Saturn Bass
Handgebauter Boutique-Edelbass meets 60’s-Charme: Hopf Guitars bringt den Saturn Bass heraus

Hopf Saturn Bass: Wie wurde der erste “neue” Hopf-Bass konstruiert?

Mit dem Saturn Bass erweitert Hopf die neu aufgelegte Saturn-Familie erstmals wieder um ein Bassmodell. Der neue Semiakustik-Bass überträgt die charakteristische Formensprache der Saturn 63 in ein eigenständiges Instrument, welches traditionelle Handwerkskunst, ausgewählte Tonhölzer und eine moderne, aufeinander abgestimmte Pickup- und Preamp-Kombination vereint.

Der Korpus des Hopf Saturn-Bassmodells ist semiakustisch in traditioneller Zargenbauweise ausgeführt. Für die Decke kommt massive Alpenfichte zum Einsatz, die von Hand ausgestochen wird. Boden und Zargen bestehen aus massivem Ahorn; auch der Boden wird von Hand ausgestochen. Decke und Boden sind asymmetrisch gewölbt. Im Inneren verbindet ein Mahagoni-Centerblock die Konstruktion.

Der aufwendige Materialeinsatz setzt sich auch am Hals fort: Dieser besteht aus Mahagoni und wird durch eine Carbonverstärkung stabilisiert. Als Griffbrettmaterial dient Ebenholz, dessen dunkle Oberfläche mit Diamond-Inlays aus Perlmutt kontrastiert. Aufwendige Bindings und Perloid-Details ergänzen das Erscheinungsbild. Das „Space Purple Goldburst“-Finish unterstreicht den Vintage-Charakter.

Bei der Mensur beschreitet der Hopf Saturn Bass einen eigenen Weg: Ausgangspunkt ist die Mensur des Fender Precision-Basses, die jedoch um einen Bundabstand verkürzt wird. Das Instrument besitzt 20 Spielbünde sowie einen Nullbund. Der Griffbrettradius ist als Compound-Radius ausgeführt; der Sattel besteht aus Delrin. Die vernickelte Hardware umfasst eine Göldo-Deluxe-Brücke und ein von Hand gefertigtes Tailpiece. Für die Stimmstabilität sorgen Schaller-Bassmechaniken, während Göldo-Deluxe-Reglerknöpfe die Ausstattung vervollständigen.

Hopf Saturn Bass
Fotostrecke: 4 Bilder Hopf Saturn Bass

Welche Pickups und Elektronik besitzt der Hopf Saturn Bass?

Eine Besonderheit des Saturn Bass ist sein Tonabnehmer-System: Zwei patentierte Dommenget Doublebucker arbeiten mit einem speziell darauf abgestimmten Preamp als geschlossenes Klangsystem. Die Kombination soll eine große klangliche Bandbreite ermöglichen, ohne den eigenständigen Charakter des Instruments aus dem Blick zu verlieren.

Per Push/Pull-Funktion lässt sich zwischen Humbucker- und Singlecoil-Klang umschalten. Dabei bleibt der (brummfreie) Humbucking-Effekt laut Hersteller auch im Singlecoil-Modus erhalten. Das verspricht die Möglichkeit, unterschiedliche Klangcharaktere abzurufen, ohne bei der Singlecoil-Einstellung auf die Unterdrückung von Brummeinstreuungen verzichten zu müssen.

Das klangliche Spektrum reicht laut Hersteller von einem voluminös-kräftigen Bassfundament bis zu einer offeneren, prägnanteren Ansprache. Ergänzt wird das Tonabnehmersystem um einen aktiven interaktiven 3-Band-EQ, der Regler für Bass, Mitten und Höhen umfasst. Sein Konzept orientiert sich an klassischen Studio-Equalizern von Herstellern wie Neve oder Pultec. Die drei Frequenzbereiche lassen sich dabei nicht nur isoliert beeinflussen, sondern ermöglichen in ihrem Zusammenspiel eine sehr differenzierte Klangformung.

De Stromversorgung ist auf einen sehr sparsamen Betrieb ausgelegt: Der Preamp arbeitet mit einer 9-Volt-Batterie, die Stromaufnahme wird vom Entwickler mit lediglich 0,2 mA angegeben. Selbst bei einer auf 6 Volt abgesunkenen Batteriespannung soll die Elektronik damit noch voll funktionsfähig bleiben!

Wer ist der Meister-Gitarrenbauer Boris Dommenget hinter dem Hopf Saturn Bass?

Für die Entwicklung des neuen Hopf Saturn Bass zeichnet kein Geringerer als Boris Dommenget verantwortlich. Der international renommierte Gitarrenbauer wurde bei Hopf ausgebildet und verbindet in seiner Arbeit traditionelle Instrumentenbaukunst mit einer auf individuelle Lösungen ausgerichteten Herangehensweise. Zu den Künstlern, für die er Instrumente gefertigt hat, zählen Metallica, Bon Jovi, The Scorpions, Uli Jon Roth, Status Quo und viele andere.

Beim Hopf Saturn Bass treffen diese soliden handwerklichen Wurzeln auf eine Konstruktion, bei welcher Materialauswahl, Bespielbarkeit, Klangformung und optische Gestaltung als zusammenhängendes Konzept gedacht sind. Die aufwendig gewölbten Korpusflächen, der Centerblock, die Carbonverstärkung des Halses, und das eigens abgestimmte Elektroniksystem machen deutlich, dass es sich beim Hopf Saturn Bass nicht um eine bloße Bassvariante eines vorhandenen Gitarrenmodells handelt, sondern um eine eigenständige Interpretation der Saturn-Idee.

Klar, dass ein solch edles und in Deutschland handgefertigtes Instrument seinen Preis hat: Der voraussichtliche Listenpreis liegt denn auch bei satten 8.000,- Euro – der Hopf Saturn Bass ist also definitiv kein Bass für die breite Masse! Derzeit ist eine exklusive Serie in streng limitierter Stückzahl in Planung – wir halten euch auf dem Laufenden.

Instrumentenbau-Tradition seit 1669: Wer sind Hopf Guitars?

Die Geschichte von Hopf reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Bereits 1669 tauchte der Name Hopf erstmals im Instrumentenbau auf. Als erster nachweisbarer Geigenbauer der Familie gilt Caspar Hopf (1655–1716), der im vogtländischen Klingenthal tätig war. Mit dem Familiennamen und dem später eingeführten Markenzeichen „Hopf“ entwickelte sich eine über Generationen weitergegebene Tradition des Instrumentenbaus.

1906 führte Ernst Max Hopf die handwerkliche Familientradition fort. Sein Sohn Willy Hopf übernahm 1932 die väterliche Saitenmacherei und ergänzte sie um eine Instrumentenwerkstatt sowie einen Großhandel. Nach dem zweiten Weltkrieg verlagerte er den Betrieb in den Raum Wehen/Wiesbaden in Westdeutschland, wo eine Meisterwerkstatt für Gitarren, Violinen und Blockflöten neu aufgebaut wurde.

In den 1950er- und 1960er-Jahren prägte insbesondere Dieter Hopf als Gitarrenbaumeister die Entwicklung innovativer elektrischer Gitarrenmodelle. Zu den bekanntesten Entwürfen gehört die Saturn 63. Ihre unverwechselbare Silhouette ist eng mit dem legendären Hamburger „Star-Club“ verbunden, dessen Logo von der Saturn-Gitarre geprägt wurde. Auf der Bühne des Clubs standen Größen der Rockgeschichte wie die Beatles, Jimi Hendrix und die Rolling Stones. Auch Motörhead-Gründer Lemmy Kilmister spielte zeitweise übrigens einen Hopf-Bass, nämlich ein Modell aus der Studio-Serie!

Hopf Guitars Team
Die neue Generation: Christopher. Patrick und Daniel Hopf (Bild. Hopf Guitars)

Im Jahr 2023 beschlossen Christopher, Daniel und Patrick aus der nachfolgenden Generation der Familie Hopf, die traditionsreiche Marke Hopf Electric Guitars wiederzubeleben und ihre Geschichte in die Gegenwart zu überführen. Das erklärte Ziel: die historischen Modelle mit kompromissloser Qualität und zeitgemäßer Fertigung in der Premium-Boutique-Klasse neu zu interpretieren, ohne ihre Herkunft aus den Augen zu verlieren.

Den Auftakt bildete die Saturn 23, eine moderne Neuauflage der legendären Saturn 63. Mit der Saturn-Familie wurde das historische Design schrittweise weiterentwickelt; neben der Saturn 23 und der Saturn Solid Body ergänzt nun der Saturn Bass das Programm. Er markiert dabei eine besondere Erweiterung: Erstmals wird die Saturn-Formensprache konsequent auf ein eigenständiges Bassinstrument übertragen.

Weitere Infos gibt es hier: www.hopf-eguitars.com

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Funkalicious sagt:

#1 - 19.10.2026 um 16:25 Uhr

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