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Ehemalige Band-Kollegen von Neil Young lassen ihre Musik ebenfalls von Spotify entfernen

Neil Young machte vor wenigen Tagen Schlagzeilen, als er in einem öffentlichen Brief auf seiner Homepage forderte, all seine Musik von der Plattform löschen zu lassen. Der Grund, weswegen sich Young zu dem drastischen Schritt entschied, war die Verbreitung von Falschinformationen zu Impfstoffen über Spotify. Im Speziellen sprach sich der Musiker dabei gegen Joe Rogan aus, der mit “The Joe Rogan Experience“ einen extrem erfolgreichen Podcast exklusiv über den Streaming-Anbieter laufen hat. Rogan habe in Podcast-Folgen Personen, die sich kritisch gegen den COVID-19-Impfstoff äußern eine Plattform geboten und er selbst habe das Coronavirus verharmlost. Nun sind Neil Youngs Bandkollegen des ehemaligen Folk-Rock-Projekts „Crosby, Stills, Nash and Young“ (CSNY) in Solidarität seinem Beispiel gefolgt und fordern ebenfalls die Löschung ihrer Musik von der Streaming-Plattform.

(Bildquelle: (c) St. Jean / Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Crosby,_Stills_and_Nash#/media/Datei:CSN_2010_-_2.jpg))
(Bildquelle: (c) St. Jean / Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Crosby,_Stills_and_Nash#/media/Datei:CSN_2010_-_2.jpg))


Durch die Unterstützung von David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash wird demnächst wohl sämtliche Musik von CSNY, sowie die Soloprojekte von Crosby und Stills von Spotify verschwinden. Die Musiker äußerten sich in einem gemeinsamen Statement dazu, dass sie ebenso wie Young der Meinung seien, dass Rogans Podcast gefährliche Missinformationen streue. Weiterhin merkten sie an, dass sie durchaus alternative Ansichten unterstützen würden, wissentlich Fehlinformationen zu verbreiten, während dieser globalen Pandemie jedoch tödliche Konsequenzen habe:
“We support Neil and we agree with him that there is dangerous disinformation being aired on Spotify’s Joe Rogan podcast. While we always value alternate points of view, knowingly spreading disinformation during this global pandemic has deadly consequences. Until real action is taken to show that a concern for humanity must be balanced with commerce, we don’t want our music – or the music we made together – to be on the same platform.”
Reaktion von Spotify
Spotify CEO Daniel EK kündigte als Reaktion auf das Ganze an, dass die Plattform künftig einige Schritte einleiten wolle. Er schrieb, dass das Unternehmen die Kritik ernst nehme und zukünftig jede Podcast-Folge, in der das Thema COVID-19 besprochen wird, mit einem entsprechenden Hinweis markiert werden solle. Dieser wird Hörende zu einem eingerichteten Hub leiten, worüber man zu Daten und Informationen von Wissenschaftlern und medizinischem Fachpersonal der ganzen Welt gelange, sowie zu Links vertrauenswürdiger Quellen. Außerdem wolle Spotify künftig beginnen, Möglichkeiten zu testen, ihre Plattformregeln in den Tools zum Erstellen und Veröffentlichen von Inhalten hervorzuheben, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, was akzeptabel ist und was nicht.
Hiernach erschien auch über die Webseite von Neil Young noch einmal ein längerer Artikel zum Thema Spotify. Dieser zeigt, dass Young auch unabhängig von Rogans Podcast ein großes Problem mit der Streaming-Plattform und deren Zahlungsmodel hat, nach dem den Künstlern viel zu wenig Geld für ihre Arbeit zukomme. Es scheint daher, Rogan sei der Tropfen gewesen zu sein, der das Fass für Young zum Überlaufen brachte.

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(Bildquelle: (c) St. Jean / Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Crosby,_Stills_and_Nash#/media/Datei:CSN_2010_-_2.jpg))

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von Celia Woitas

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