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Die 10 besten Bass-Synthesizer

Echte Bass-Synthesizer gibt es wenige, aber Bass-Sounds von Synthesizern sind angesagt. Welcher Synthesizer eignet sich gut für diesen Zweck?

Die 10 besten Bass-Synthesizer
Die 10 besten Bass-Synthesizer

Synthesizer-Bässe sind trendy, haben sie doch bereits Jahrzehnte zuvor in Rock, Pop und Mainstream-Musik bewiesen, dass sie ein überaus flexibles Medium für den Bereich des Tief-Frequenzspektrums sind. Synthesizer-Bässe sind zeitlos und bieten einen großen Gestaltungsbereich. Schließlich ist der Bass in vielen Genres der elektronischen Musik neben den Drums eines der wichtigsten musikalischen Elemente. Drücken muss es, und zwar kräftig! Welcher Synthesizer eignet sich am besten für den Zweck, Bässe so herüberzubringen, wie man sie sich vorstellt?

Wissenswertes im Vorfeld

Die Auswahl an Synthesizern ist enorm, und man eines wissen: Den einen, perfekten Bass-Synthesizer gibt es nicht. Jeder Synthesizer im Markt glänzt durch besondere Eigenschaften, was bereits im Aufbau beginnt: Einige sind digital, andere analog und weitere bieten einen hybriden Aufbau. Das bedeutet nicht, dass die eine oder andere Machart zu besseren oder schlechteren Ergebnissen führt. Hier kommt der eigene Geschmack ins Spiel, der bereits in seinen Wurzeln vorgibt, wie es denn klingen soll. Oft fallen wichtige Entscheidungen gerade nach vorangegangener Inspiration leichter, wenn man sich in ein bestimmtes Thema versteift hat. Welcher Synthesizer der beste Bass-Synthesizer ist, hängt neben den eigenen Vorlieben auch von dem Genre ab, in dem er eingesetzt wird. Und von der eigenen Arbeitsweise.

Unser Artikel soll der Orientierung dienen und einen soliden Startpunkt für die Suche bieten. Hier haben wir die Synthesizer zusammengestellt, die für diesen Zweck alle wichtigen Eigenschaften mit unterschiedlichen Tonerzeugungen vereinen.

Inhalte

  1. Quick Facts: Bass-Synthesizer
  2. Wichtige Bass-Synthesizer der Geschichte
  3. Analog oder digital – was ist besser?
  4. Was zeichnet einen guten Bass-Synthesizer aus?
  5. Monophoner oder polyphoner Bass-Synthesizer?
  6. Benötigt ein Bass-Synthesizer einen Sequenzer?
  7. Tipps zur Wahl eines Bass-Synthesizers
  8. Welche sind die besten Bass-Synthesizer?
  9. Die besten Bass-Synthesizer mit Tastatur
  10. Die besten Bass-Synthesizer mit Step-Sequenzer
  11. Die besten Desktop-Bass-Synthesizer

Quick Facts: Bass-Synthesizer

Was ist ein Bass-Synthesizer?

Eine genaue Definition des Begriffs ‚Bass-Synthesizer‘ gibt es nicht. Dennoch existieren Exemplare, wie der Moog Taurus aus den 1970er Jahren, der per Fuß über eine 13-Tasten-Pedaltastatur gespielt und von einigen Pop-, Rock- und Blues-Rock-Bands eingesetzt wurde. Im Prinzip kann fast jeder Synthesizer ausdrucksstarke Bass-Sounds erzeugen, wenn optimale Voraussetzungen für das Erzeugen von Frequenzen im Tief-Frequenzspektrum gegeben sind. Dazu zählen Oszillatoren, die im Bassbereich satt und kraftvoll klingen. unterstützt dabei ein zusätzlicher Sub-Oszillator. Auch die Filter mancher Synthesizer klingen in Tief-Frequenzbereichen besonders kraftvoll und sind beim Erzeugen von Bass-Sounds äußerst hilfreich.

Andersherum können Synthesizer, die von Herstellern oder Nutzern als ‚Bass-Synthesizer‘ bezeichnet werden, auch andere Klänge erzeugen als nur Bässe. So eignet sich die Roland TB-303 „Bass Line“ auch bestens für Sequenzen in höheren Lagen. Und die Novation Bass Station II erzeugt nicht nur exzellente Bässe, sondern auch alle anderen Formen monophoner Klänge. Dazu gehören Lead-Sounds, Sequenzen und selbst Drums.

Wichtige Bass-Synthesizer der Geschichte

Da beinahe jeder Synthesizer auch für Bass-Sounds eingesetzt werden kann, gibt es im Vergleich zur Gesamtzahl der jemals erschienenen Synthesizer nur wenige, die ausdrücklich als Bass-Synthesizer konzipiert sind. So hat die Synthesizer-Geschichte einige Ikonen hervorgebracht, die die tiefen Töne besonders gut beherrschten und die zum Teil bis heute Legendenstatus haben.

Moog Taurus (1975)

Im Jahr 1975 brachte Moog den Taurus I heraus, einen Synthesizer in Form eines Orgel-Basspedals. Gedacht war der Taurus I als Bass-Instrument innerhalb eines größeren Synthesizer-Ensembles namens „Constellation“. Dieses wurde allerdings in der ursprünglich geplanten Form nie realisiert. Die Klangerzeugung des Taurus I war mit zwei Oszillatoren, einem Filter und einer Hüllkurve einfach aufgebaut. Später erschien der Taurus II, dessen Klangerzeugung mit der des Moog Rogue identisch ist. Aus diesem Grund ist der Rogue noch heute sehr gefragt, wenn es ein Vintage-Synthesizer für fette Bässe sein soll. 2009 kam der Moog Taurus, eine moderne Neuauflage des Taurus I. Er blieb jedoch eine Rarität – wohl vor allem aufgrund der Fußbedienung, die ihn unhandlich machte. Im Jahr 2012 stellte Moog schließlich den kleinen Desktop-Synthesizer Minitaur vor, dessen Klangerzeugung sich an den historischen Taurus-Modellen orientiert. Er wird bis heute gebaut, klingt hervorragend und hat es daher auch in unsere Auswahl geschafft.

Fotostrecke: 2 Bilder Der Moog Taurus 3 ist eine 2009 erschienene Neuauflage des ersten Taurus, aber heute bereits wieder eingestellt. (Bild: Moog )
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Korg SB-100 Synthe-Bass (1975)

Im selben Jahr der Moog Taurus I-Release, veröffentlichte der seinerzeit noch in den Anfängen steckende Hersteller Korg den „Synthe-Bass“. Einen Synthesizer mit einer kleinen 2-Oktaven-Tastatur. Die analoge Klangerzeugung gestaltete sich noch simpler als beim Moog. Ein Oszillator, eine rudimentäre AD-Hüllkurve und ein Filter. Dafür war der SB-100 jedoch extrem transportabel und direkt in sein Flightcase eingebaut. Er blieb dennoch eine Randnotiz der Synthesizer-Geschichte.

Der Korg Synthe-Bass hatte eine simple Tonerzeugung und war direkt in ein Case eingebaut. (Bild: Audiofanzine)
Der Korg Synthe-Bass hatte eine simple Tonerzeugung und war direkt in ein Case eingebaut. (Bild: Audiofanzine)

Roland TB-303 Bass Line (1982)

Der berühmteste Synthesizer, der das Attribut „Bass“ im Namen trägt, ist sicherlich die Roland TB-303 Bassline aus 1983. Sie ergänzte die zeitgleich erschienene TR-606 Drummachine als Teil eines automatischen Begleitsystems zum Üben. Das analoge Konzept floppte. Einige Jahre später entdeckten House- und Acid-Produzenten die Maschine und verhalfen ihr zu einem Kultstatus, der bis heute ungebrochen ist. Deshalb wurde die TB-303 schon bald kopiert. Ohne Zweifel ist sie der meistimitierte Synthesizer der Geschichte, noch vor dem Minimoog. Bereits in den Techno-verliebten 1990er Jahren erschienen einige analoge Rack-Synthesizer wie der Syntecno TeeBee und der MAM MB-33, welche die Klangerzeugung nachahmten. Letzterer erhielt vor einigen Jahren eine Neuauflage als Desktop-Synthesizer MAM MB-33 Retro. Später kamen diverse „303-Klone“ hinzu, die neben der Klangerzeugung auch einen Sequenzer an Bord hatten. Hier gehören der Open-Source-Synth Adafruit x0xb0x, der Cyclone Analogic TT-303 Bass Bot V2, sowie Rolands eigene Varianten TB-3 und TB-03 zu den bekanntesten Vertretern.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Roland TB-303 in Devilfish-Modifikation ist eine besonders begehrte Variante der Acid-Silberbox (Bild: Christine Mangels)
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Novation Bass Station (1993)

Mitten in den tiefen 1990ern überraschte der damals junge Hersteller Novation mit einem analogen, monophonen Bass-Synthesizer. Im dunklen Digital-Zeitalter kam das fast einer Sensation gleich. Angesichts der sich damals auf dem Höhepunkt befindlichen Techno-Welle erschien die Novation Bass Station I genau zur richtigen Zeit. Mit zwei DCOs inkl. PWM, einem bissigen Filter, zwei Envelopes sowie einem LFO lieferte sie sehr druckvolle Synth-Bässe. Es waren Synthesizer wie dieser, die bei vielen Produzenten und Keyboardern der damaligen Zeit wieder die Lust auf analoge Sounds und viele Regler zum Schrauben weckten. Eine glückliche Wendung, die die Synthesizer-Geschichte bis heute prägt. 20 Jahre später brachte Novation 2013 die Bass Station II auf den Markt. Sie vereint die Merkmale der ersten Version mit vielen Neuerungen. Die Bass Station II klingt hervorragend, wird immer noch hergestellt, kostet nicht viel und darf daher auch in dieser Liste nicht fehlen.

Die Novation Bass Station I ist ein analoger, monophoner Bass-Synthesizer. (Bild: https://encyclotronic.com/synthesizers/novation/bass-station-keyboard-r45/)
Die Novation Bass Station I ist ein analoger, monophoner Bass-Synthesizer. (Bild: https://encyclotronic.com/synthesizers/novation/bass-station-keyboard-r45/)

Analog oder digital – was ist besser?

Fette Bässe kann man sowohl mit analogen als auch mit digitalen Synthesizern erzeugen. Die Frage, ob analog oder digital besser ist, kann man nicht pauschal beantworten. Jeder hat dazu eine eigene Meinung! Klanglich gibt es ganz klar gewisse Unterschiede. Deshalb steht zunächst die Frage im Raum, in welchem Musikstil das Instrument eingesetzt werden soll. Bei Synthesizer-Bass-Sounds denken viele zuerst instinktiv an fette, analoge Bässe im Moog-Stil. Und in vielen Stilen der elektronischen Musik, von Synth-Pop über Hip-Hop bis Deep House, sind solche Bässe auch bis heute sehr gefragt. Aber auch digitale Synthesizer-Bässe sind sehr populär, z. B. in allen Stilen, die mit den Elementen der 1980er Jahre spielen sowie in den Elektro- und EDM-Bereichen. In diesen Genres setzen Produzenten gerne Synthesizer und Plug-ins ein, deren Klangerzeugung auf FM-Synthese oder Wavetables basieren. Die klangliche Bandbreite ist enorm, und letztlich ist natürlich erlaubt, was gefällt. Der persönliche Geschmack entscheidet.

Fotostrecke: 2 Bilder Analog oder digital? Es kommt auf Geschmack und Genre an. Hier der Elektron Analog Four …
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Was zeichnet einen guten Bass-Synthesizer aus?

Druckvolle Bässe benötigen in der Regel keine besonders komplexe Klangerzeugung. Oft wirken klanglich eher einfach gehaltene Bass-Sounds in der Musik überzeugender und entfalten ihre Kraft besser. Deshalb können Bass-Synthesizer technisch einfach aufgebaut sein und trotzdem toll klingen. Ein analoger Bass-Synthesizer sollte einen oder zwei Oszillatoren mit druckvollen Grundschwingungsformen haben. Besonders wichtig für fette Bässe ist die Pulsschwingung (Rechteck), die sich idealerweise modulieren lassen sollte (PWM / Pulsbreitenmodulation). Auch die Dreieckschwingung ist für Bass-Aufgaben wichtig, denn sie bietet Bässen ein solides Fundamet. Ein Sub-Oszillator ist eine praktische Unterstützung!
Beim Filter empfiehlt sich ein Tiefpassfilter mit 24dB/Okt. Flankensteilheit. Häufig ist jedoch der Sound des jeweiligen Filters entscheidender als die Flankensteilheit. Optimal sind zwei ADSR-Hüllkurven für Lautstärke und Filter, um Klänge zu formen. Ein LFO für Filter und/oder Pulsbreitenmodulation reicht in der Regel aus. Es sei denn, man sucht nach abgedrehten FM- und Wobble-Bässen für Dubstep und ähnliche Stile.

Die vier Grundschwingungsformen Sägezahn, Rechteck, Dreieck und Sinus.
Die vier Grundschwingungsformen Sägezahn, Rechteck, Dreieck und Sinus.

Monophoner oder polyphoner Bass-Synthesizer?

Monophone Synthesizer

Synthesizer, die speziell für Bass-Sounds entwickelt werden, sind in aller Regel monophon, und erzeugen nur eine Note zeitgleich. Das reicht für Bässe aus. Musikalisch ist es nicht sinnvoll, wenn im Tief-Frequenzbereich zwei Noten gleichzeitig klingen. Ein monophoner Sound bietet außerdem die Möglichkeit, die Bassline durch geschickte Verwendung von Portamento (Glide) und Legato lebendiger und interessanter zu gestalten. Das bedeutet nicht, dass man auf einem polyphonen Synthesizer keine Bässe spielen kann! Hier ist es sinnvoll, den betreffenden Sound auf monophon einzustellen, sofern der Synthesizer das erlaubt. Dadurch wird verhindert, dass Klangmatsch entsteht, wenn man aus Versehen zwei oder mehr Tasten gleichzeitig trifft. Bei den Presets der meisten Synthesizer ist das für Bass-Sounds oft schon voreingestellt.

Polyphone Synthesizer

Mehrsimmige oder polyphone Synthesizer bieten oft eine Funktion, die für fette Bass-Sounds nützlich sein kann, den Unison-Modus. Dieser schaltet die Oszillatoren aller verfügbaren Stimmen zusammen, was in einem fetteren Sound resultiert, insbesondere dann, wenn die Oszillatoren leichte Stimmungsschwankungen aufweisen. Eine Eigenart bei analogen Synthesizern. Bei digitalen Synthesizern wird diese Art der Verstimmung durch unterschiedliche Parameter künstlich herbeigeführt. Aber Vorsicht: Mit dem Unison-Modus kann man sich gerade bei Bässen auch Probleme schaffen. Unison-Sounds eignen sich vor allem für tiefe, schwebende Bässe mit langen Noten. Für Punchy Bass Lines eignen sie sich eher weniger, weil die Überlagerung mehrerer Oszillatoren zu Frequenzauslöschungen führen kann. Wenn das passiert, klingen mitunter nicht alle Noten gleich kraftvoll. Wenn jede Note gleichmäßig, kräftig und druckvoll klingen soll, stellt man den Unison-Modus besser aus.

Benötigt ein Bass-Synthesizer einen Sequenzer?

Hier kommt es auf die Arbeitsweise und die Musikrichtung an. Wer elektronische Musik mit Drummachines, Samplern und Sequenzern und/oder einer Loop-basierten DAW (Ableton Live) produziert, dem gefällt die Arbeitsweise mit einem Step-Sequenzer wahrscheinlich besser, als das Einspielen von Basslines per Tastatur. In diesem Fall ist es praktisch, wenn der Bass-Synthesizer einen Sequenzer hat, in welchen man Bass-Patterns direkt programmiert. Synthesizer ohne Sequenzer kann man mit einem externen Sequenzer wie dem Beatstep Pro, dem Keystep, oder dem Keystep Pro von Arturia, oder dem Korg SQ-1 bzw. dem Korg SQ-64 ansteuern. Anwendungen gibt es ebenso viele wie die Inspiration, die manche Synthesizer durch einen integrierten Sequenzer auslösen. So trägt z. B. der interne Sequenzer der Roland TB-303 und seine eigenwillige Arbeitsweise sehr zum Charakter des Instruments bei. Generell entstehen bei der Arbeitsweise mit Step-Sequenzern andere Ideen als beim Spielen auf einer Tastatur, weshalb man auch mal über den Tellerrand blicken sollte.

Fotostrecke: 2 Bilder Mobiler Keyboard Controller mit allem Drum und Dran: der Arturia Keystep Pro
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Tipps zur Wahl eines Bass-Synthesizers

Welcher Bass-Synthesizer für den eigenen Bedarf der Beste ist, findet man am besten durch Ausprobieren heraus. Nur man selbst entscheidet, ob Sound, Funktionen und Bedienung eines Synthesizers zusagen und den eigenen Ansprüchen genügen. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Synthesizer im Laden auszuprobieren und zu vergleichen. Wer sich bereits im Vorfeld die folgenden Fragen stellt, kann die Auswahl bereits erheblich eingrenzen:

  • Welches Genre wird musikalisch bedient und wie sollen die Bass-Sounds klingen?
  • Soll der Synthesizer neben Bässen auch andere Klänge erzeugen?
  • Muss der Synthesizer eine Tastatur haben?
  • Soll der Synthesizer mit einem Sequenzer ausgestattet sein?
  • Sind Speicherplätze zum Abspeichern von Sounds nötig?
  • Wie wird der Synthesizer angesteuert? (MIDI, USB-MIDI, CV/Gate)

Checkliste zum Testen

  • Nicht nur auf die Presets verlassen. Selbst Herumschrauben am Synthesizer zeigt viel deutlicher, welche Parameter wie reagieren. Zudem erhält man so einen Einblick in die Funktionsweise des Instruments, dessen Bedienung und die Klangeigenschaften.
  • Sind alle Funktionen für die Gestaltung eigener Bass-Sounds vorhanden? Für klassische Analog-Bässe reichen 1 – 2 Oszillatoren, ggf. ein Sub-Oszillator, Filter, 1 – 2 Hüllkurven und ein LFO allemal. Klanglich brachialer und aggressiver wird es mit Funktionen wie Sync, Ringmodulator, Oszillator- und Filter-FM. Distortion- oder Overdrive-Effekte unterstützen das Ganze.
  • Kann der Synthesizer mit seinen Anschlüssen in das eigene Setup integriert werden? Soll er über MIDI, USB-MIDI oder CV/Gate angesteuert werden? 
  • Synthesizer mit Sequenzer: Sagen Funktionen und Bedienung zu? Sind musikalische Vorstellungen damit schnell umsetzbar? Bietet der Sequenzer Möglichkeiten zur Synchronisation mit anderen Geräten?
  • Synthesizer mit Tastatur: Hat die Tastatur normal breite oder Minitasten? Wie ist das Spielgefühl?
  • Verarbeitungsqualität: Fühlen sich Gehäuse, Regler und Anschlussbuchsen solide an?

Welche sind die besten Bass-Synthesizer?

Um einen Überblick über empfehlenswerte Bass-Synthesizer zu geben, haben wir unsere aktuellen Tipps in drei Kategorien eingeteilt:

  • Bass-Synthesizer mit Tastatur
  • Bass-Synthesizer mit Sequenzer
  • Desktop-Bass-Synthesizer

Beinahe alle Synthesizer eignen sich für Bass-Sounds, weshalb diese Tipps als Anhaltspunkte zum Ausprobieren dienen. Wir haben uns auf Instrumente konzentriert, die relativ erschwinglich sind und mit denen das eigene Setup ohne allzu großen finanziellen Aufwand um tolle Synth-Bass-Klänge erweitert wird.

Dass man mit einem Minimoog Model D, einem Sub 37 oder einem MFB Dominion 1 ebenfalls hervorragende Bässe realisiert, muss man wohl nicht extra erwähnen. Deshalb stehen Instrumente dieser Klasse hier auch außer Konkurrenz. In dieser Übersicht geht es um vergleichsweise günstige Synthesizer, die trotzdem toll klingen.

Die besten Bass-Synthesizer mit Tastatur

Moog Subsequent 25

Der Moog Subsequent 25 ist nicht nur ein optisch aufgewerteter Nachfolger des beliebten ‚Bass-Profis‘ Moog Sub Phatty, auch technisch hat sich in der Weiterentwicklung einiges getan. Durch ein neu ausgelegtes Gain-Staging im Ladder-Filter wird die harmonische Sättigung und analoge Kompression verstärkt. Das führt zu einem dichteren Tiefbass-Verhalten, wodurch der Subsequent noch ein Pfund zulegt.

moog Subsequent 25
Der Subsequent 25 ist eine konsequente Weiterentwicklung des beliebten Sub Phatty und bietet fetten und bezahlbaren Moog-Sound. (Quelle: Bonedo)

Ergänzt wird die Ausstattung durch Parafonie im Duo-Mode und eine neu abgestimmte Multidrive-Schaltung. Die bietet noch mehr Bassanteil, als es der Moog Sub Phatty bereits geboten hat. In Ergänzung zeigt sich der Subsequent 25 mit kompletter MIDI-Integration und opulenten Steuerungsmöglichkeiten. Diese erden durch eine gelungene Editor-/Librarian-Software unterstrichen. Der Moog Subsequent ist eine echte Empfehlung für alle, die auf klassische Moog Synth-Bass Sounds stehen.

Korg Opsix

Wer kennt sie nicht, die prägnanten Bass-Sounds, produziert von FM-Synthese. Gerade die 1980er Jahre waren die Zeit, in welcher der klassische Yamaha DX7 mit 6-operatoriger FM-Synthese die Musikwelt in Atem hielt. Auch der Korg Opsix ist mit klassischer FM-Synthese und sechs Operatoren ausgestattet, die durch eine grundlegende Weiterentwicklung nun vielseitiger denn je ist. Daran nicht unbeteiligt ist Korgs neuer Operatoren-Mixer und zahlreiche unterstützende Bedienelemente, die mit der Funktionsanzeige des zentralen OLED-Displays korrespondieren.

Korg hat mit Opsix einen modernen FM-Synthesizer mit interessanten Neuerungen.
Korg hat mit Opsix einen modernen FM-Synthesizer mit interessanten Neuerungen.

Was den Opsix so besonders macht, sind fünf Operatoren-Modi mit FM, Ring Modulation, Filter, Filter FM und Wave Folder.  Plus das Angebot von Wellenformen mit unterschiedlichen Obertonstrukturen nebst 40 verschiedenen Algorithmen. Zusätzlich können per Multi-Mode-Filter mit elf Filtertypen Sounds auch subtraktiv bearbeitet werden. Ein virtuelles Patch-Bay, eine umfängliche Effektsektion, ein Arpeggiator sowie ein polyphoner Step-Sequencer mit Motion Sequencing erwecken FM-Bässe so richtig zum Leben.

PWM Malevolent

Der PWM Malevolent ist ein analoger Mono-Synth mit modularem Aufbau und zwei VCO. Pro Oszillator stehen jeweils Sägezahn, Triangel sowie Pulse Outputs plus Mix für jeden Oszillator zur Verfügung. Alle Sägezahn-, Dreieck- und Pulswellenformen werden durch den Shape-Regler des VCO und durch Modulationsparameter beeinflusst, wobei auf ein ungleichmäßiges Verhalten des Waveshapings über den gesamten Tonumfang Wert gelegt wurde. Das sagt schon mal einiges über das Klangverhalten aus, das schlichtweg als kraftvoll rau zu bezeichnen ist.

PWM Malevolent
PWM Malevolent – schon der Name des Synthesizers steht für ‚bösartige‘ Sounds. (Quelle: Thomann)

Der VCF ist ein Opto-FET gesteuertes 2-Pol Sallen-Key Filter mit verschiedenen Filterzuständen (Lowpass-, Bandpass- und Highpass) an unabhängigen Eingängen. Das Filter wurde entwickelt, um mit dem Pegel der Oszillatoren an dessen Eingang zu interagieren, was einen größeren Resonanzbereich bietet als von analogen Synthesizern im Allgemeinen erwartet. Weiterhin stehen ein LFO, zwei schnelle Envelopes mit ADSR-Hüllkurven, ein VCA mit Overdrive und insgesamt 19 In- und Outputs im 3,5 mm Klinkenformat zum Patchen bereit.

Novation Bass Station II

Bereits in ihrer Ur-Version, der Bass Station aus dem Jahr 1993 überzeugte der monophone Analogsynthesizer durch seinen fetten Sound. Im Jahr 2013 bringt Novation dann die Neuauflage in Gestalt der Bass Station II, die seitdem ein echter Dauerbrenner ist. Ausgestattet mit zwei Oszillatoren, einem Sub-Oszillator, zwei verschiedenen Filter-Charakteristiken, je zwei Envelopes und LFOs sowie Filter FM und Distortion, ist der Synthesizer in seinem Aufbau klassisch. Ergänzt durch einen Arpeggiator nebst Step-Sequenzer lädt die Bass Station II geradezu ein, mit ihr zu arbeiten.

Die Novation Bass Station II ist ein echter Dauerbrenner.
Die Novation Bass Station II ist ein echter Dauerbrenner.

Ein weiterer Pluspunkt ist der recht günstige Preis. Lobenswert ist die von Novation betriebene Modellpflege, mit welcher die Bass Station II durch Firmware-Updates in ihrem Funktionsumfang erheblich erweitert wurde. Zuletzt durch den bemerkenswerten „Aphex-Twin-Mode“. Die Bass Station II zeigt sich trotz ihrer Jahre, die sie im Markt ist als ein toll klingendes Evergreen, dass man bedenkenlos näher in Augenschein nehmen kann.

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Demovideo mit Novation Bass Station Presets für Ambient und Techno

Die besten Bass-Synthesizer mit Step-Sequenzer

Modal Electronis Cobalt8M

Neben den Tastaturausführungen Cobalt8 und Cobalt 8X, die sich nur durch deren Tastaturgrößen (37 und 61 Tasten) unterscheiden, hat Modal Electronics mit dem Cobalt8M auch eine Desktopvariante im Sortiment. Alle drei Synthesizer-Versionen sind acht-stimmig spielbar und mit einer digitalen, virtuell analogen Tonerzeugung ausgestattet. Die VA-Synthese bietet zwei unabhängige Oszillatorgruppen, unterschiedlichste Algorithmen wie Sync, Ringmodulation, Wellenform-Morphing und mehr.

Modal Electronis Cobalt8M: Virtuell-analoger Synthesizer und Desktop-Variante der Tastatur-Ausführungen Coablt8 und Cobalt8X.
Modal Electronis Cobalt8M: Virtuell-analoger Synthesizer und Desktop-Variante der Tastatur-Ausführungen Coablt8 und Cobalt8X.

Neben einem 4-poligen morphbaren Ladder-Filter mit Cutoff-, Res- (Resonanz) und Morph-Reglern werkelt noch ein Step-Sequenzer sowie ein Arpeggiator. Eine umfassende Effekperipherie mit drei unabhängigen DSP-Effekten dient zum Veredelen der Sounds. Der Synthesizer klingt angenehm analog und bietet ein großes Spektrum an Klängen mit vielseitigen Modulationsmöglichkeiten. Schon deswegen eignen sich alle Ausführungen der Cobalt8-Serie bestens für die Erzeugung von tieffrequenten Sounds.

Erica Synths Bassline DB-01

Jahrzehnte zurück prägte die berühmte Roland TB-303  etliche Musik-Genres durch ihren prägnanten Sound. Betrachtet man jetzt die Erica Synths Bassline DB-01 an, denkt man sofort an eine weitere Version der TB-30. Deren klassisches Konzept wurde in mannigfaltigen Ausführungen bis in die heutige Zeit kopiert und weiterentwickelt. Dieser Gedanke kann allerdings sofort zerschlagen werden, denn Erica Synths aus Lettland hat mit der DB-01 ein eigenes Konzept für einen Bass Line Synth entwickelt.

Erica Synths hat mit Bassline DB-01 einen Bass-Synthesizer mit viel Potenzial im Portfolio.
Erica Synths hat mit Bassline DB-01 einen Bass-Synthesizer mit viel Potenzial im Portfolio.

Dieses besteht in der Basis auf deren modularen Bassline-Modul, um welches ein monophoner Desktop-Synthesizer herumgebaut und durch eine Vielzahl an performance-orientierten Features ergänzt wurde. So bietet die DB-01 zusätzlich zu den drei Wellenformen des Hauptoszillators noch einen Sub-Oszillator und einen Noise-Generator, ergänzt durch Frequenzmodulation, einen synchronisierbaren LFO für FM sowie VCF und eine fein einstellbare Sättigung. Dadurch allein klingt die DB-01 bereits sehr eigenständig, um nicht zu sagen brachial, denn dafür ist Erica Synths bekannt.

Roland JX-08

Im handlichen Desktop-Format bringt Roland deren letztes analoges Flaggschiff JX-8P ins Boutiqueformat. Als durchaus freiere Interpretation des ursprünglichen JX-8P sowie dessen Nachfolger JX-10 waren beide Synthesizer prinzipiell gleich und unterschieden sich lediglich durch ihre Polyphonie (6 bzw. 12 Voices). Der aktuelle JX-08 realisiert jetzt zehn Voices – allerdings pro Part! Der JX-8P war bekannt für seinen fetten und warmen Sound, der allerdings auch knackig und mit viel Punch rüberkommen konnte.

Roland JX-08
Roland hat den Klassiker JX-8P im Boutique-Format in die Gegenwart gebracht. (Quelle: Thomann)

Eine ideale Basis für Bass-Sounds unterschiedlicher Couleur. Neben den üblichen Play-Modes mit Solo, Unison und Poly kann der Synth auch mit zwei unterschiedlichen Parts gespielt werden, was bedeutet, es können zwei Klänge gleichzeitig verwendet werden. Zusätzlich bietet der Mini-Synth neben einem integrierten Arpeggiator einen umfangreich ausgestatteten polyphonen 64-Step-Sequenzer mit Motion-Sequencing, mit dem sich eine Menge anfangen lässt. 17 Effekte runden die Ausstattung des Synthesizers mit nachgebildeter PG-800 Programmiereinheit ab.

Die besten Desktop-Bass-Synthesizer

Waldorf Iridium

Waldorf, bekannt für deren Software-Synthesizer und u. a. für den hybriden Flaggschiff-Synthesizer Quantum, hat mit dem von Axel Hartmann designten Iridium nun einen Desktop-Synthesizer am Start. Der Iridium bietet die komplette Ausstattung des mit fünf Syntheseformen bestückten hybriden Quantum-Synthesizers jetzt in digitaler Form in einem Desktop-Gehäuse. Einige zusätzliche Features sind noch hinzugekommen. Somit wurden die analogen Filter des Quantum durch digitale Filter ersetzt und selbst die Polyphonie hat Waldorf von acht Stimmen auf 16 Stimmen erweitert.

Der Waldorf Iridium ist die digitale Desktop-Ausführung des hybriden Quantum Tastatur-Synthesizers.
Der Waldorf Iridium ist die digitale Desktop-Ausführung des hybriden Quantum Tastatur-Synthesizers.

Auch preislich hat sich mit Iridium einiges getan, denn der umfangreich ausgestattete Desktop-Synth ist um einiges günstiger als der große, mit Tastatur ausgestattete Bruder Quantum. Klanglich wird von beiden Synthesizern einiges geboten, was bereits durch die unterschiedlichen Synthesen garantiert ist. Neben Leads, Flächen und ausgefallenen Texturen erzeugen beide Synthesizer auch ausgefallene und druckvolle Bass-Sounds.

ASM Hydrasynth Desktop

Ashun Sound Machines (ASM) bietet den Hydrasynth in vier Varianten. In drei Tastaturausführungen mit 37, 49 und 73 Tasten und in Desktop-Bauweise. Alle vier Versionen sind digital aufgebaut und verwenden eine flexible Wave-Morphing-Technologie, die ASM als Advanced-Wavetable-Synthesis bezeichnet. 8-, bzw. 16-stimmig spielbar, greifen drei Oszillatoren auf insgesamt 219 unterschiedliche Wellenformen zurück.

Der Hydrasynth von ASM ist auch in der Desktop-Version ein bemerkenswerter Digital-Synthesizer mit einem riesigen Klangspektrum.
Der Hydrasynth von ASM ist auch in der Desktop-Version ein bemerkenswerter Digital-Synthesizer mit einem riesigen Klangspektrum.

Mittels WaveScan-Parametern fährt man innerhalb verschiedener Wavetables unterschiedliche Positionen an, was klanglich gesehen ein riesiges Spektrum erlaubt. Dazu gesellen sich zwei Filter, die parallel oder seriell geschaltet werden können, fünf LFOs und eine Modulationsmatrix für recht komplexe Klangveränderungen. Der Hydrasynth Desktop-Synthesizer ist ein Muss, wenn man ausgefallene Sounds, gleich welchen Genres man sucht.

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Demovideo ASM Hydrasynth mit Strymon Deco

Behringer Neutron

Behringer ist bekannt das Klonen legendärer Synthesizer-Modelle. Nicht so im Falle des Neutron. Der ist ein komplett eigenständiges Produkt ohne bekannte Vergangenheit. Entwickelt wurde der Synthesizer von den MIDAS Ingenieuren in Manchester/UK, die auch für die DeepMind-Reihe verantwortlich zeichnen. Der Neutron ist ein semi-modularer Desktop-Synthesizer mit einer großen Patchbay, die viel Spielraum zum Kreieren eigener Sounds bietet. Hier greift man komplett in den Signalfluss ein, was dem Neutron schon fast einen modularen Charakter verpasst.

Behringer Neutron
Der Behringer Neuron ist ein eigenständiger Eurorack-kompatibler Desktop-Synthesizer ohne bekannte Vorfahren. (Quelle: Thomann)

Der Eurorack-kompatible Synthesizer arbeitet mit zwei VCOs auf CEM3340 Chip-Basis, die eine stufenlose Überblendung zwischen fünf Wellenformen gestatten und im Paraphonie-Modus zweistimmig spielbar sind. Eine Besonderheit des Synthesizers ist das von Keith Moffat entwickelte resonanzfähige Filter. In seinem Aufbau ein 12dB (2-Pole) Multimode Filter mit Band-, Hoch- und Tiefpass arbeitet das Filter nicht nur bissig, sondern in seinem Charakter auch mit hohem Bassanteil. Mit dieser Eigenschaft eignet sich der Neutron auch hervorragend für fette Analog-Bässe.

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von Lasse Eilers

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Soundcluster sagt:

#1 - 14.07.2019 um 12:12 Uhr

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Mir fehlt bei den Desktop Basssynths noch der Behringer Neutron. Ein absolutes Biest für Bässe und der Filter hat die gute Eigenschaft, dass das Lowend nicht absinkt, wenn man die Resonanz erhöht.
Genau dieses Absinken des Lowends passiert aber z.B. beim Model D, bzw. den Transistor Ladder Filtern.

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kyrill sagt:

#2 - 06.09.2022 um 16:56 Uhr

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Was noch wichtig ist zumindest für die monotonen Basslines ist phase-reset, also das erneute starten der Oszis mit jeder Note. Hätte ich das gewusst hätte ich mir den Pulse 2 nicht gekauft. Grüße!

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Marc sagt:

#3 - 19.09.2022 um 23:03 Uhr

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…auch der Waldorf Pulse 2 bzw. der Waldorf M fehlen in der Liste. Beide könne neinem so richtige "Tiefschläge" versetzen. Aber gut, die Liste ließe sich sicherlich noch endlos fortführen.

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