Chapman ML-7S Test

Vor einigen Jahren wäre sie noch ein Exot gewesen, aber heute reiht sich auch die Chapman ML-7S in die Riege der inzwischen absolut salonfähigen Siebensaiter-Gitarren ein. Die Kollegen der hart arbeitenden Schwermetall-Zunft waren es, die die Variante mit der extratiefen Saite etablierten und diverse Hersteller per Nachfrage dazu nötigten, das Sortiment um diese Gattung zu erweitern: Wer als Gitarrenbauer heute etwas auf sich hält, der hat wenigstens eine 7-Saiter im Programm. So sieht es auch beim britischen Hersteller Chapman Guitars aus, allerdings wird die Konzeption der meisten Instrumente im User-Kollektiv von Rob Chapmans YouTube Anhängerschaft erledigt.

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Bringt ihre sieben Saiten gut zur Geltung: Die Chapman ML-7S


Die Fertigung übernehmen dann zugunsten eines guten Kurses preisgünstige Hersteller in Korea. In unserer kleinen Chapman-Reihe darf daher auch die ML-7S nicht fehlen. Zum einen wollen wir wissen, ob die Regel, dass viele Köche den Brei verderben, hier eventuell ebenfalls Bestand hat. Oder ob britischer Massen-Erfindergeist made in Fernost tatsächlich überzeugen kann.

Details

Korpus
Die ML-7S kommt mit einem soliden Mahagonikorpus, der in Strat-Form geschnitzt ist. Es gibt zwei versetzte Cutaways und ein paar Ausfräsungen zur besseren Anpassungen an die Körperergonomie des Spielers. Das Instrument wird im schlichten Natural Finish geliefert, den farblichen Gegenpol bieten die schwarze Hardware und das Griffbrett inklusive schwarz lackierter Kopfplatte. Die Gitarre hat zwei spezielle Humbucker-Pickups, einen Toggle-Switch, zwei Regler und eine feste Brücke. Die Saiten werden hier durch sieben Hülsen auf der Rückseite des Korpus eingefädelt und laufen dann über die einzeln einstellbaren Saitenreiter.

Fotostrecke: 5 Bilder Solid Body, im wahrsten Sinne des Wortes…der Korpus besteht aus einem Stück Mahagoni

Pickups
Unser Testmodell ist mit zwei speziellen Pickups (Custom Pro 7 Passive Alnico Humbucker ) für 7-Saiter aus eigenem Hause ausgestattet. Sie kommen recht schnörkellos ohne Rahmen, die Pole-Pieces sind sichtbar. Geschaltet werden die beiden Tonabnehmer über einen Drei-Wege Toggle-Switch, mit dem die üblichen Kombinationen möglich sind, beide Pickups einzeln und in der Mittelstellung beide gemeinsam. Die Tonabnehmer können per Push/Pull Poti (Volume) auch gesplittet werden, sodass wir sechs unterschiedliche Grundsounds zur Verfügung haben. Geregelt wird das Ganze mit einem Master Volume und Master Tone-Poti. Potis und Schalter sind nicht von allerhöchster Güte, das Volume-Poti wackelt und der Schalter hat manchmal etwas Kontaktschwierigkeiten. Es könnte sein, dass diese Teile irgendwann ausgetauscht werden müssen.

Fotostrecke: 6 Bilder Die Custom Pro 7 Passive Alnico Humbucker stammen aus dem Hause Chapman

Hals
Der Hals der ML-7S ist aus Ahorn gefertigt und im Set Thru Verfahren fest mit dem Korpus verleimt. Bei dieser Art der Konstruktion reicht ein verlängerter Halsfuß bis tief in den Body, was für eine verbesserte Ansprache und mehr Obertöne sorgen soll. Wir werden sehen!
Logischerweise ist der Hals bei der siebensaitigen ML etwas breiter als bei einer normalen 6-Saiter Gitarre, aber was das Spielgefühl anbetrifft, sieht es sehr gut aus. Denn er ist recht dünn und nimmt auch in höheren Lagen nicht an Dicke zu. Lediglich am Übergang zum Korpus wird es dann stärker, aber diese Stelle ist gut abgerundet, sodass auch der 24. Bund bequem erreichbar ist. Zusätzlich ist der untere Cutaway schräg angefräst und lässt ausreichend Platz für die Hand, wenn in höheren Lagen gefiedelt werden soll. Auf dem Ebenholzgriffbrett sind 24 Extra Jumbo Frets versammelt, die sehr gut eingearbeitet und poliert sind, auch am Rand steht nichts ab. Bendings und weichen Vibrato-Aktionen steht also nichts im Wege. Zur Orientierung auf dem Griffbrett findet man lediglich die bekannten Punktmarkierungen an der Halskante, auf dem Griffbrett selbst ist nur der 12. Bund mit einer liegenden 8 gekennzeichnet. Der Hals hat mit 673 mm eine etwas längere Mensur, die auch bei Downtunings die tiefe B-Saite noch recht straff hält. Die Saiten laufen über einen weißen Tusq-Sattel zu den einseitig angeordneten Mechaniken an der Kopfplatte. Wie üblich bei Chapman Guitars hat man auch hier einen Reversed Headstock gewählt, die Mechaniken zeigen also in Richtung Boden, wenn man die Gitarre umhängen hat. Die Hipshot-Tuner verrichten ihre Arbeit zur vollen Zufriedenheit, die Übertragung läuft ohne Aussetzer. Neben der Signatur mündet am Halsübergang unter einer Abdeckung der Halsstellstab, der in unserem Fall aber nicht weiter benötigt wurde, denn das Instrument war ab Werk gut eingestellt.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Hals-/Korpus-Verbindung geschieht nach dem Set Thru Verfahren
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Anemic sagt:

#1 - 04.12.2014 um 01:46 Uhr

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Hi Thomas,ich finde den Sound bei dem "High Gain Scoop" Sample sehr geil ;-) Könntest Du mir vielleicht verraten welchen Amp und was für ein Cab/Speaker Du verwendet hast? ( hab ich vielleicht überlesen ?)Vielen Dank und macht weiter so!Gruß
Anemic

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