Mit dem La Brea Analog Tape Drive erweitert Strymon seine noch relativ junge Series A um ein weiteres rein analoges Effektpedal. Als Inspiration diente das hauseigene Deco: Während dieses Tape-Sättigung mit Doubletracking, Chorus, Flanging und Slapback kombiniert, konzentriert sich das La Brea voll und ganz auf die Drive-Seite dieses Konzepts. Dabei soll das Pedal ein breites Spektrum von dezenter Sättigung über Overdrive bis hin zu Fuzz-Sounds abdecken.

Vom Strymon Deco zum vollanalogen Tape Drive
Die Idee zum La Brea reicht laut Strymon mehr als zehn Jahre zurück. Damals beschäftigte sich ein Entwickler des Herstellers mit dem Konzept hinter dem digitalen Deco-Pedal und wollte dessen Tape-Saturation-Ansatz in eine rein analoge Drive-Schaltung übertragen. Das Ergebnis ist nun das La Brea, das im Gegensatz zu vielen bekannten Strymon-Pedalen komplett ohne MIDI, USB oder digitale Signalverarbeitung auskommt. Stattdessen gibt es lediglich einen Ein- und Ausgang sowie den Anschluss für das 9-V-Netzteil, das 500 mA bereitstellen muss. Intern wird die Spannung auf 24 V gewandelt, was für zusätzlichen Headroom sorgen soll.
Wie funktioniert das La Brea Analog Tape Drive?
Das La Brea verfügt über einen True Bypass und kommt mit drei Potis und zwei Kippschaltern. Der zentrale Tape-Sat-Regler bestimmt den Grad der Sättigung und soll laut Hersteller eine große Bandbreite von leichter Kompression über dezente Overdrive-Sounds bis hin zu stärker verzerrten Fuzz-Klängen abdecken. Über den Gain-Schalter lässt sich zusätzlich zwischen zwei unterschiedlich heißen Gain-Bereichen wählen. Hinzu kommt ein dreistufiger Shift-Schalter, der den Frequenzgang beeinflusst: In der Flat-Position bleibt dieser weitgehend unangetastet, während High die Höhen anhebt. Die Mid-Stellung betont zusätzlich die Hochmitten und soll dem Signal mehr Durchsetzungskraft verleihen. Der Level-Regler kümmert sich schließlich um den Ausgangspegel der Saturation-Sektion.

Warum besitzt das Pedal einen Dry-Regler?
Eine Besonderheit des La Brea ist der separat regelbare Dry-Signalweg, der laut Strymon stets phasengleich zum Originalsignal bleibt. Über den Dry-Regler lässt sich das trockene Signal stufenlos von komplett ausgeblendet bis zu einem Boost von +6 dB hinzumischen. So können beispielsweise stark gesättigte Sounds mit dem direkten Attack des Originalsignals kombiniert werden. Wird der Level-Regler der Saturation-Sektion vollständig zurückgenommen, lässt sich der Dry-Weg zudem allein als Clean Boost beziehungsweise zur Pegelabsenkung nutzen.
Was kostet das Strymon La Brea Analog Tape Drive?
Das Strymon La Brea Analog Tape Drive kann beim Musikhaus Thomann für 229 Euro vorbestellt werden. Aktuell wird eine Lieferzeit von 1–2 Wochen angegeben.
Herstellerseite: https://www.strymon.net/product/la-brea/

