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Sting: “KI ist keine Konkurrenz für menschliche Musik!”

Künstliche Intelligenz wird mit jedem Jahr immer präsenter in der Musikindustrie. Doch Sting macht sich darüber erstmal keine große Sorgen. In einem brandneuen Interview erklärt der ehemalige The-Police-Frontmann, warum KI keine Konkurrenz für menschliche Musiker und Musikerinnen darstellt. Der KI fehle es an natürlichen Emotionen.

©Wikimedia Commons: Raph_PH

Bei der BBC Show Sunday With Laura Kuenssberg erklärte der britische Musiker seine Sicht auf KI in der Musikwelt. Laut Sting könne KI zwar nützliche Pop- und Hintergrundmusik schreiben, doch ihnen fehle es an musikalischer Tiefe. In dem Interview erklärt er:

©Wikimedia Commons: David Shankbone

“Ich denke, KI kann vollkommen brauchbare Popmusik machen, die man vielleicht an einem Bahnhof oder in einer Hotellobby hören würde. Man kann sie hören, aber würde man sie sich auch bewusst anhören? Denn KI wurde noch nie das Herz gebrochen, sie hat keine eigene Geschichte. Sie hat nur eine geliehene Geschichte. Deshalb hört man eigentlich gar keinen richtigen Song.”

Weiter beschreibt Sting: “In diesem Sinne fühle ich mich bislang nicht von KI konkurrenziert. Die Menschen wollen immer noch zu Live-Konzerten kommen. Sie wollen einen Menschen sehen, einen verletzlichen Menschen, der Fehler machen kann, und keine Maschine, die perfekt ist.”

Die Gefahr von KI

Trotz seiner klaren Haltung erkennt Sting die Gefahr die von der wachsenden KI-Nutzung ausgeht. Der Musiker ergänzt, dass KI den Arbeitsmarkt grundsätzlich gefährde und ihn potentiell sogar zerstören könne. Auch wenn Künstliche Intelligenz die menschliche Musik nicht übertreffen könne, stelle sie dennoch eine Gefahr für uns alle dar.

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Die Musikwelt gegen KI?

Mit seinem klaren Statement gegen KI-generierte Kunst reiht sich Sting in eine Reihe von legendären Künstlern ein, die sich bereits gegen künstlich generierte Musik aussprachen. Erst 2024 teilte die Artist Rights Alliance in Zusammenarbeit mit zahlreichen Musiklegenden einen öffentlichen Brief, welcher KI-Musik harsch kritisierte. Dieser Brief wurde unter anderem von Stevie Wonder, Jon Bon Jovi, Elvis Costello, Billy Eilish, R.E.M, Pearl Jam und Kate Bush unterzeichnet.

Auf der anderen Seite scheinen große Musikerinnen und Musiker immer häufiger zur Künstlichen Intelligenz zu greifen. 2023 wurde beispielsweise der letzte Beatles-Song “Now and Then” mithilfe von KI zusammengestellt und veröffentlicht. David Guetta, Timbaland, Kanye West und Dr. Dre haben ebenfalls Teile ihrer Musik generieren lassen.

Sting steht dennoch weiterhin dazu, dass KI ohne Emotionen niemals richtige Musik schaffen wird. Welche Rolle Künstliche Intelligenz noch in der Musikindustrie spielen wird bleibt währenddessen abzuwarten.

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Profilbild von Ali Ferrero

Ali Ferrero sagt:

#1 - 22.09.2026 um 22:22 Uhr

0

Bei "Now and then" wurde lediglich die Stimme John Lennons anhand der schlechten Demoaufnahme nachgebaut, ähnlich wie bei einer "Stem-Trennung". Am Songwriting etc war keine KI beteiligt.

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