The Police gelten als eine der wegweisenden Bands. Unzählige Hits gehen auf das Konto der Bandmitglieder Sting, Andy Summers und Stewart Copeland. Dass sich speziell Stewart und Sting nicht immer grün waren und ein großer Teil der musikalischen Energie ein Resultat der persönlichen Spannungen zwischen den beiden war, ist ebenso bekannt. In einem Interview des amerikanischen Formats „60 Minutes“ offenbart der berühmte Schlagzeuger nun weitere, deutlich tiefer gehende Gründe. Dass er Songs ungern immer gleich spielt, sei nur eine der Ursachen. Eine Bandtherapie habe ergeben, dass beide eine vollkommen andere Auffassung von Musik hätten, sie Musik sogar aus unterschiedlichen Gründen hören würden.

„I bang shit, he writes songs“
Während Sting sich Respekt für den tieferen Sinn seines Songwritings gewünscht habe, sei es Stewart schon als Kind darum gegangen, seine Energie zu kanalisieren. Sein erster Schlag auf eine Trommel sei wie ein Erweckungserlebnis gewesen. Fortan wollte er mit dieser Lautstärke und diesem Spaß sein Geld verdienen: „I want to bang stuff!“ Dieser Ansatz vertrage sich schlecht mit Stings Ansatz – hier wechselt Stewart absichtlich in einen aristokratisch-versnobten Tonfall –, nach dem die Band dem Song dienen solle. Diese Art der Unterordnung würde eine musikalische Zusammenarbeit mit Sting unmöglich machen, sie seien aber weiterhin Freunde.

Die Kommentare zum Interview-Ausschnitt sind überwältigend positiv. Mit Sicherheit spricht Stewart vielen aus der Seele, schließlich ist der Kontrast aus körperlichem Ausdruck und Selbstkontrolle im Dienste der Musik eines der Themen vieler Drummer. Dass gerade aus diesem Gegensatz großartige Kunst entstehen kann, haben The Police definitiv bewiesen.

In diesem Drum Play-Alike nehmen wir das Drumming von Stewart Copeland (The Police) mithilfe einiger Noten- und Audiobeispiele unter die Lupe.

Die Tama Stewart Copeland Signature Snaredrum 14“ x 5“ ist fast schon ein Klassiker. Im Test erfahrt ihr, wie gut die Trommel tatsächlich ist.