Das Keeley RK2000 Funk Siren Delay nimmt sich das ikonische Ibanez DM2000 aus den Achtzigerjahren zum Vorbild und kombiniert den Charakter des Originals mit modernen Features. Robert Keeley gehört zu den Pionieren der Boutique-Pedal-Szene. Seinen guten Ruf erarbeitete sich der studierte Elektroingenieur anfangs mit Modifikationen von Standardpedalen von Boss und Ibanez. Mittlerweile entwickelt Keeley Electronics überwiegend eigene Effekte und kann mit einem mehr als respektablen Portfolio aufwarten.

- erstklassige Verarbeitung
- gut ausbalancierter Delaysound
- intuitive Bedienung
- MIDI-fähig
- kein Display für die Delaytime
Das Vorbild des RK2000 ist das Ibanez DM2000 aus den Achtzigerjahren
Das RK2000 wurde in Anlehnung an das Ibanez DM2000, ein digitales Rack-Delay aus dem Jahr 1983, konstruiert. Bekannt wurde der Effekt vor allem durch den Gitarristen Trey Anastasio, der mit der Hold- und Modulationsfunktion des Originals ungewöhnliche und teilweise völlig abgedrehte Soundskulpturen erzeugte. Während der Beta-Phase stand sein Guitar-Tech Justin Stabler dem Keeley-Team beratend zur Seite. Das Ergebnis kombiniert den eigenwilligen Charakter des Originals mit modernen Features wie Stereo-Betrieb, Tap-Tempo, Presets, MIDI und Expression-Pedal-Unterstützung.
Konzept und Besonderheiten des Keeley RK2000
Das Keeley RK2000 arbeitet mit einer digitalen 12-Bit-Delay-Schaltung und bietet Verzögerungszeiten zwischen 1 und 1023 Millisekunden. Das Pedal ist aber nicht einfach nur ein „normales“ Digitaldelay mit zusätzlicher Modulationssektion. Neben klassischen Echos, Chorus- und Flanger-Sounds sowie experimentellen Pitch- und Ping-Pong-Delays lassen sich mit dem Pedal auch abgedrehte Sounds realisieren. So friert die Hold-Funktion den Inhalt des Delay-Speichers ein, der anschließend mit Depth und Rate bzw. einem Expressionpedal bearbeitet werden kann. Am Pedal selbst lassen sich fünf Presets abspeichern und abrufen, während über MIDI bis zu 127 Speicherplätze zur Verfügung stehen.
Die Bedieneinheiten des Keeley RK2000: Die Regler
Das RK2000 bietet vergleichsweise viele Regler und Schalter, wobei man auf Untermenüs verzichtet hat. Man sieht also anhand der Reglerposition sofort, was Stand der Dinge ist.
Erster im Bunde ist der Input-Regler, der den Pegel am Eingang der Delay-Schaltung bestimmt. In der 12-Uhr-Position verhält sich die Eingangsstufe weitestgehend neutral, während höhere Einstellungen für zunehmende Sättigung und Kompression sorgen. Blend regelt die Lautstärke des Effektsignals und FDBK die Anzahl der Wiederholungen.
Mit dem Filter-Poti lässt sich der Frequenzgang der Echos verändern. In der Mittelstellung arbeitet es neutral, links davon werden die Bässe und rechts davon die Höhen reduziert. Depth und Rate sind für die Modulationsabteilung zuständig. Während Depth die Intensität der Tonhöhenveränderung bestimmt, regelt Rate deren Geschwindigkeit.
Das Spektrum reicht von klassischen Chorus- und Flanger-Sounds bis hin zu extremen Pitch-Effekten, die an das Abbremsen einer Tonbandmaschine erinnern. Letzter im Bunde ist der Time-Regler, der Verzögerungszeiten zwischen 1 und 1023 Millisekunden ermöglicht. Bei Verwendung der Tap-Tempo-Funktion dient er außerdem zur Auswahl der rhythmischen Unterteilungen.
Die Schalter und Taster
Unterhalb der Regler befinden sich drei beleuchtete Taster. Mit dem Ø/Sub-Taster lässt sich je nach Betriebsart die Phase des Feedback-Signals umschalten oder eine der angebotenen Notenunterteilungen anwählen. Mit dem Mod-Taster wird die Modulationssektion aktiviert, während der Preset-Taster zwischen den fünf direkt im Pedal gespeicherten Einstellungen schaltet.
Weiter hinten sitzen die beiden Soft-Touch-Fußschalter. Der linke Taster schaltet den Effekt ein und aus und übernimmt gleichzeitig die Tap-Tempo-Funktion. Mit dem rechten Hold/Clear-Taster wird der aktuelle Inhalt des Delay-Speichers festgehalten und als Endlosschleife wiedergegeben.
Die Anschlüsse des Keeley RK2000
An der Stirnseite befinden sich sämtliche Anschlüsse des RK2000 Funk Siren Delay. Für den Stereobetrieb stehen zwei unterschiedliche Modi zur Verfügung. Im Parallel-Stereo-Modus wird das Delay auf beiden Kanälen identisch ausgegeben, was klanglich praktisch einem Monosignal entspricht. Im Ping-Pong-Modus springen die Wiederholungen dann zwischen dem linken und rechten Kanal hin und her. Dementsprechend gibt es jeweils zwei Klinken-Ein- und Ausgänge. Die mit einem kleinen roten Punkt markierten linken Buchsen sind für den Monobetrieb gedacht.
Über die Remote-Buchse lassen sich Hold- und Mod-Funktionen fernsteuern. Ebenfalls dort befinden sich der kombinierte Expression-/MIDI-Anschluss sowie die Buchse für ein optionales 9- bis 18-Volt-Netzteil. Das Pedal benötigt ein 9 bis 18-V-DC-Netzteil mit mindestens 150 mA.























