Der große „Kaufberater Akustikverstärker“ – Akustik-Amps sind eine einfache und kompakte Lösung, um Westerngitarren, Konzertgitarren, Ukulelen oder Vocals auf der Bühne oder im Proberaum zu verstärken. Sie wurden speziell für den Betrieb mit akustischen Instrumenten und Mikrofonen entwickelt, womit sie die erste Wahl bei Singer-Songwritern und kleinen Akustikbands sind. Doch was unterscheidet sie eigentlich von E-Gitarrenverstärkern, und welcher Akustik-Amp ist der richtige für dich? Unser Kaufberater hilft dir bei den wichtigsten Fragen rund um das Thema Akustikverstärker.

- Was ist ein Akustikverstärker?
- Welcher Akustik-Amp ist der richtige für mich? – Unsere Entscheidungshilfen
- Kaufempfehlungen: Akustikverstärker unter 300 Euro
- Kaufempfehlungen: Akustikamps über 300 Euro
- PA vs. Akustik-Amp
- Was ist ein Akustikgitarren-Preamp?
- Kann ich meine E-Gitarre an einen Akustik-Amp anschließen?
Was ist ein Akustikverstärker?
Mit den Begriffen „Akustikverstärker“, „Akustik-Amp“ oder „Akustikgitarrenverstärker“ werden üblicherweise Comboverstärker bezeichnet, die für die Verstärkung akustischer Instrumente optimiert sind. In unserem Fall sind damit vor allem Saiteninstrumente wie Gitarre, Ukulele, Mandoline oder Geige, aber auch Akustik- oder Kontrabass gemeint. Sogar die menschliche Stimme gehört dazu. Solche Instrumente besitzen einen sehr weiten Frequenzgang, der vor allem nach oben offen ist. Ein Akustik-Amp ist im Gegensatz zum E-Gitarrenverstärker in der Lage, diese Bandbreite wiederzugeben.
Die meisten Akustikverstärker sind mit mindestens zwei Kanälen ausgestattet, die den Anschluss der unterschiedlichsten Signalquellen erlauben. Man könnte also sagen, dass ein Akustikverstärker eine PA im handlichen Combo-Format darstellt: Er bietet einen weiten Frequenzgang, eine Mischmöglichkeit mehrerer Eingänge und sogar Effekte. Also alles, was man benötigt, um einen Auftritt über die Bühne zu bekommen.

Welcher Akustik-Amp ist der richtige für mich? – Unsere Entscheidungshilfen
Leistung
Die verfügbare Lautstärke eines Akustikverstärkers wird in Watt (W) angegeben und durch die Leistung der Endstufe bestimmt. In den eigenen vier Wänden oder bei kleineren privaten Anlässen dürften 10 bis 20 Watt ausreichen, um sich Gehör zu verschaffen. Für Kneipen und Outdoor-Einsätze sollte man schon 40 Watt oder mehr einplanen. Die leistungsstärksten Akustik-Amps haben Endstufen mit bis zu 120 Watt Leistung und können problemlos mehrere Instrumente und Gesänge in Clubkonzert-tauglicher Lautstärke wiedergeben.
Größe und Gewicht
Die Abmessungen und das Gewicht eines Akustikverstärkers sind eng mit der Leistung der Endstufe, aber auch mit der Größe des Lautsprechers verbunden. Heimverstärker verfügen häufig über kleine Lautsprecher (3″ oder 5″) und wiegen unter Umständen nicht mehr als 2 kg. Sowohl der Schalldruck als auch die Basswiedergabe sind bei diesen Verstärkern jedoch physikalisch begrenzt. Bühnentaugliche Verstärker haben oft mehrere (z. B. 2 × 6,5″) oder größere (z. B. 10″) Lautsprecher und können je nach Bauart und Leistung schon mal 10 kg oder mehr auf die Waage bringen. Hier entscheiden am Ende die eigenen Bedürfnisse und die Transportmöglichkeiten.
Kanäle und Anschlüsse
Die Anzahl der Kanäle sollte man beim Kauf eines Akustik-Amps nicht zu knapp bemessen. Die meisten Akustikverstärker verfügen über mindestens zwei Kanäle mit unabhängiger Klang- und Lautstärkeregelung für z. B. Gitarre und Gesang. Wer ein kleines Akustik-Ensemble verstärken oder verschiedene Instrumente anschließen möchte, muss hier entsprechend mehr einplanen. Mikrofone werden in der Regel über einen XLR-Eingang oder eine XLR/Klinke-Kombibuchse verbunden und brauchen im Gegensatz zu Line-Signalen eine interne Vorverstärkung (Preamp). Einige Mikrofone (z. B. Kondensatormikrofone) benötigen außerdem eine schaltbare Phantomspeisung (+48 V). Für Musikeinspieler sollte der Akustikverstärker mit einem Aux-Eingang ausgestattet sein (oft 3,5-mm-Stereoklinke) oder über eine Bluetooth-Funktion verfügen.
Effekte
Akustikgitarren und Vocals können in kleinen Räumen mitunter etwas leblos und trocken klingen. Die meisten Akustikverstärker haben hierfür entsprechende Effekte wie Hall, Echo oder Chorus mit an Bord, die sich flexibel für jeden Kanal zumischen lassen. Da viele akustische Instrumente durch ihren Korpus anfällig für Rückkopplungen (Feedbacks) sind, kann außerdem ein sogenannter Notch-Filter („Feedback-Killer“) von Nutzen sein. Diese speziellen Equalizer können anfällige Frequenzen ausfindig machen und wirkungsvoll unterdrücken. Speziell für Solo-Künstler gibt es inzwischen außerdem immer mehr Akustikverstärker-Modelle mit einem integrierten Looper.
Kaufempfehlungen: Akustikverstärker unter 300 Euro
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PA vs. Akustik-Amp
Ob ein Akustik-Amp bei einem Auftritt die komplette PA ersetzen kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Wie oben bereits erwähnt, spielt die Leistung der Endstufe dabei eine entscheidende Rolle. Viele Akustik-Amps können mit 100 Watt oder mehr zwar kleine Bühnen oder Fußgängerzonen beschallen, kommen aber ab einer Publikumsgröße von etwa 50 Menschen irgendwann auch an ihre Grenzen. Außerdem sind PA-Systeme in der Regel in Stereo ausgelegt, womit für eine „breite“ Beschallung genau genommen zwei Akustikverstärker vonnöten wären. Hinzu kommt, dass PA-Boxen oft auf Stativen stehen und nicht alle Akustikverstärker mit einem entsprechenden Boxenflansch ausgestattet sind. So empfiehlt sich für größere Events in den meisten Fällen eine Kombination aus beiden Lösungen.
Viele Akustik-Amps haben einen Line-Out-Ausgang zur Weitergabe des Sounds an ein Mischpult/PA. So könnt ihr euren Verstärker als Monitor oder zusätzliche Klangquelle auf der Bühne behalten, während der Rest über die PA verstärkt wird. Mehrkanalige Akustikverstärker lassen sich so auch als Mischpult für euren Grund-Sound benutzen und nur das „fertige“ Signal wird an die PA weitergegeben.

Was ist ein Akustikgitarren-Preamp?
Preamps sind in einer Verstärkerschaltung für die Vorverstärkung und die Klangbearbeitung des Signals verantwortlich, während Endstufe und Lautsprecher die eigentlichen „Lautmacher“ sind. Externe Preamps gibt es in Form kompakter DI-Boxen oder als Bodenpedale zu kaufen. Wer bei seinen Auftritten grundsätzlich auf die vorhandene PA vertraut oder seine Gitarre direkt an ein Audio-Interface anschließen möchte, sollte über einen Akustikgitarren-Preamp nachdenken. Ein Akustik-Preamp sorgt für klangliche Variabilität und kann die Signale passiver Tonabnehmer nachhaltig aufwerten. Außerdem haben viele Modelle ein eingebautes Stimmgerät und eine Auswahl von Effekten an Bord.
Kann ich meine E-Gitarre an einen Akustik-Amp anschließen?
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, eine E-Gitarre über einen Akustikverstärker zu spielen. Wie oben beschrieben, handelt es sich bei Akustik-Amps aber um Fullrange-Systeme, die ein möglichst breites Frequenzspektrum wiedergeben. Dies kann bei Clean-Sounds noch ganz ansprechend klingen. Spätestens beim Einsatz von Overdrive- oder Distortion-Pedalen werden aber unangenehm kratzige und scharfe Höhen auftreten, die ein E-Gitarren-Lautsprecher nicht überträgt. Anders verhält es sich mit Preamps, Effektgeräten oder Modeling-Amps mit integrierter Speakersimulation. Dank der entsprechenden Frequenzkorrektur können solche Geräte problemlos über Akustik-Amps verstärkt werden, ein echter Geheimtipp!

Unser großer Kaufberater Akustikgitarre hilft dir bei der Suche nach deiner neuen Western- oder Konzertgitarre und dem perfekten Start ins Saiten-Universum.
























serotonin sagt:
#1 - 02.09.2019 um 10:58 Uhr
hab da mal ne kleine evtl. etwas naive frage:
Kann ich ein und denselben Verstärker für eine Akustik-Gitarre (Western mit Tonabnehmer natürlich) und eine E-Gitarre verwenden?
Peter Friedrich sagt:
#1.1 - 27.03.2020 um 18:41 Uhr
Können schon. Aber: hast du bereits einen Akustik Amp und möchtest darauf E- Gitarre spielen, so wird diese wie eine akustische klingen denn dem Ak.amp fehlen wahrscheinlich Drive oder Gain, also alles was die E- Git. verzerrt. Hast du einen E- Gitarren amp so wird es der akustischen Gitarre, damit verstärkt, an Natürlichkeit mangeln. Wenn du aber meinst, Hauptsache, irgendwie verstärkt, egal was dabei rauskommt, so geht das natürlich.
Antwort auf #1 von serotonin
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenMichael sagt:
#2 - 21.09.2020 um 07:45 Uhr
Hallo,
Wir sind dabei eine Band zu gründen.
Es gibt zur Zeit keine PA.
Ich bin auf der Suche nach dem passenden Akustikverstärker mit der richtigen Wattzahl. Wir haben ein Schlagzeug mit dem ich min. Lautstärkenmäßg mithalten muss.
Des weiter haben wir Gesand eine zweite Akustikgitarre und einen E-Bass.
Wäre nett eure Meinung zu lesen.
Gruß Michael
Uwe Lohschelder sagt:
#3 - 28.04.2022 um 13:19 Uhr
Hola' ! Ich verstehe nicht warum immer wieder der Roland BA-330 vergessen wird. Das Ding ist flexibel, einfach, klingt super und bietet alles was man braucht. Wer das Ding benutzt hat, braucht keinen anderen mehr. Und für größere Gig's braucht man eh andere Geschütze - LG