Iron Maiden “Run to the Hills“ auf dem Schlagzeug lernen (mit Noten und Audios)

Wir schreiben das Jahr 1982, als die britische Heavy-Metal-Band “Iron Maiden“ die erste Single ihres dritten Studioalbums “The Number of the Beast“ veröffentlicht. Die Single namens “Run to the Hills“ behandelt den Konflikt zwischen den amerikanischen Ureinwohnern und den europäischen Siedlern, welche ab dem 17. Jahrhundert den amerikanischen Kontinent besiedelten und das Land immer weiter für sich beanspruchten. 

Iron Maiden “Run to the Hills“ auf dem Schlagzeug lernen
Credit: https://www.discogs.com/de/master/18439-Iron-Maiden-Run-To-The-Hills

Es ist die erste Single mit Sänger Bruce Dickinson, welcher erst ein Jahr zuvor zur Band gestoßen war. Obwohl er bei dieser Single kreativ mitgewirkt hat, wird Bassist Steve Harris alleinig in den Credits aufgeführt – Dickinson durfte aufgrund vertraglicher Verpflichtungen mit seiner Ex-Band “Samson“ nicht in den Credits genannt werden. 

Clive Burrs´ Drums klingen ziemlich mächtig

Clive Burr saß zu dieser Zeit im dritten Jahr hinter den Trommeln bei Iron Maiden. Es sollte sein letztes Studioalbum sein, kurz darauf wurde er durch Nicko McBrain ersetzt. Auf “Run to the Hills“ sticht besonders ein Feuerwerk aus 16tel-Hi-Hat-Schlägen hervor. Sein Drumset klingt sehr mächtig – vor allem die Bassdrum hat einen kräftigen Attack und dennoch einen prägnanten Basston. Seine Snaredrum klingt sehr punchy und trocken, während die Toms – typisch für britischen Metal – relativ hoch gestimmt sind und recht melodisch klingen. Die Hi-Hat, welche Clive Burr in diesem Song so prominent spielt, klingt eher hoch und scheppert dabei ordentlich. 

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Der Song startet mit einem kurzen Schlagzeugintro, welches in den ersten Verse führt. Das Intro ist mit seinem 118bpm noch deutlich langsamer als der Rest des Songs. Burr spielt hier 16tel-Noten auf der Hi-Hat, während er die Bassdrum in Vierteln durchtritt. Am Ende jedes Taktes setzt er einen Akzent auf der halb offenen Hi-Hat und spielt einen kräftigen Schlag auf zwei Toms hinterher. 

Run To The Hills – Intro Beat
Intro
Audio Samples
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Intro – 118bpm Intro – 100bpm

Nach drei Abschlägen am Ende des ersten Verses gibt es einen abrupten Tempowechsel. Burr leitet den nächsten Part mit einem Snare-Flam auf der „4“ ein und geht direkt in einen flotten Realtime-Groove mit 16tel-Hi-Hat über. Die Hi-Hat spielt Burr hier halb offen, wodurch sie den Groove noch mehr vorantreibt. In jedem zweiten Takt spielt er zudem zwei schnelle Snareschläge auf den letzten zwei 16tel-Noten und betont die darauffolgende „1“ mit einem Crash-Akzent.

Verse
Verse
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Verse – 174bpm Verse – 145bpm

Galoppierende Snare-Fills und lange Tom-Läufe im Chorus

Mit einem eintaktigen Fill abwärts über vier Toms leitet Burr den Chorus ein. Dann geht es weiter mit dem bekannten Realtime-Groove. Zusätzlich zu den kleinen Snare-Fills aus dem Verse spielt Burr jetzt in jedem vierten Takt zwei sich abwechselnde längere Fill-Ins. Zuerst spielt er eine Art galoppierendes Snare-Fill mit Akzenten auf „2“ und „4“, welche er mit Bassdrum und China setzt. 

Nach den folgenden vier Takten kommt dann wieder der lange Lauf über die Toms zum Einsatz. 

Run To The Hills – Chorus
Chorus
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Chorus – 174bpm Chorus – 145bpm

Der Song ist ein echter Marathon für die Hände

Im Gitarrensolo betont die ganze Band immer zwei Achtel, während der gewohnte Groove weiterläuft. Burr spielt diese betonten Achtelnoten mit der Bassdrum und akzentuierten Hi-Hat-Schlägen. Spätestens jetzt dürfte jedem aufgefallen sein, dass dieser Song ein kleiner Marathon für die Hände darstellt – Burr spielt den ganzen Song lang durchgehende 16tel-Noten auf der Hi-Hat, und das in einem recht hohen Tempo. 

Gitarrensolo
Gitarrensolo
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Gitarrensolo – 174bpm Gitarrensolo – 145bpm

Auch im C-Part, welcher nach dem Gitarrensolo kommt, geht der Hi-Hat-Marathon weiter. Die ganze Band spielt synkopierte Akzente und baut den Part dynamisch auf, bis er in den letzten Chorus mündet. 

Run To The Hills – C-Part
C-Part
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C-Part – 174bpm C-Part – 145bpm

Und das waren die Grooves und Fill-Ins von “Run to the Hills“ – Clive Burrs´ Spiel ist ingesamt recht geradlinig und songdienlich. Das hohe Tempo und die vielen 16tel-Noten auf der Hi-Hat machen diesen Song aber zu einer echten Herausforderung. 

Ich wünsche euch viel Spaß und gutes Schwitzen beim Nachspielen!

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