Mit der Gibson Custom 1971 Flying V Medallion Reissue legt der Hersteller aus Nashville jene gesuchte Sonderversion der Flying V neu auf, die ursprünglich anlässlich der Olympischen Spiele 1972 in München mit der namensgebenden Medaille versehen wurde und zu den ersten limitierten Auflagen des Herstellers überhaupt zählte. Ein rares Trauminstrument, das bekanntermaßen zu den absoluten Favoriten von Michael Schenker zählt, von Kirk Hammett hoch geschätzt wird und auf dem Gebrauchtmarkt längst enorme Preise erzielt.

Konstruktion
Wie das Original setzt die Gibson Custom 1971 Flying V Medallion Reissue auf einen zweiteiligen Mahagonikorpus, der mit rund 3,5 cm etwas dünner als üblich und damit leichter als die erste Generation der Flying V von 1958 ausfällt. Gleichwohl soll sich das Instrument durch ein resonantes Schwingungsverhalten und reichlich Sustain auszeichnen. Der eingeleimte dreiteilige Mahagonihals mit Volute und authentischem 1971er-Halsprofil besitzt die Gibson-typische 24,75″-Mensur sowie 22 Medium-Jumbobünde und soll eine hervorragende Bespielbarkeit bieten. Das Palisandergriffbrett verfügt über einen 12″-Radius und klassische Dot-Inlays.

Die Lackierung in Medallion Cherry, selbstverständlich auf Nitrozellulosebasis, ist für eine Flying V ebenso außergewöhnlich wie markant. Natürlich fehlt auch das weiße Schlagbrett nicht, das den klassischen Look komplettiert.
Die verchromte Hardware besteht aus einer ABR-1 Tune-o-matic-Bridge mit Stop-Bar-Tailpiece sowie Kluson-Deluxe-Mechaniken. Die Besonderheit ist natürlich die einzeln nummerierte, vergoldete Medaille am Ende des oberen Flügels. Sie trägt das Gibson-Logo und verleiht diesem Instrument seinen unverwechselbaren Charakter.

Elektronik
Auch bei der Elektronik folgt Gibson penibel dem Original. Verbaut wurden zwei ungewachste 1968 T-Top Reissue Humbucker mit verchromten Kappen. Sie sollen mit ihren Alnico-5-Magneten den dynamischen und druckvollen Hardrock-Sound der Siebziger liefern. Die Steuerung erfolgt klassisch über einen 3-Wege-Toggle-Schalter, zwei Lautstärkeregler und einen gemeinsamen Tonregler mit Black-Witch-Knöpfen. Ein echter Klassiker!

Preis und Verfügbarkeit
Das Original wurde laut Gibson in einer Stückzahl von rund 350 Exemplaren gefertigt. Entsprechend groß dürfte die Freude über die Reissue bei Flying-V-Liebhabern und Sammlern sein. Die in den USA von Hand gefertigte Gibson Custom 1971 Flying V Medallion Reissue ist ab sofort im Musikhaus Thomann für 4.899 Euro inklusive Hartschalenkoffer bestellbar. Die Lieferzeit beträgt derzeit 10 bis 13 Wochen. Ein außergewöhnliches Instrument, das Linkshändern allerdings leider vorenthalten bleibt.
Weitere Informationen unter: https://www.gibson.com/en-eu/products/gibson-custom-1971-flying-v-medallion-vos-medallion-cherry
























