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Test: Peavey VTM Preamp Pedal – Der 80s-VTM im kompakten Format

Mit dem Peavey VTM Preamp Pedal lässt der Traditionshersteller einen weiteren Amp-Klassiker der Firmengeschichte im Stompbox-Format wiederauferstehen. Das Peavey VTM 60/120 Röhrentopteil erschien in den späten 80er-Jahren und galt als Antwort auf den damals sehr beliebten und oft modifizierten Marshall JCM 800. Für die Nachbildung der Röhrenvorstufe des VTM-Amps hat Peavey sich seiner analogen TransTube-Technologie bedient. Vom Original übernommen wurde außerdem eine Sektion aus acht Dip-Schalter, mit denen sich verschiedene Modifikationen am Schaltkreis vornehmen lassen.

Peavey VTM Preamp Pedal Test
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • authentische 80er-Hardrock-Sounds
  • zahlreiche Modifikationsmöglichkeiten
Contra
  • DIP-Switches schwer zu bedienen (Stift oder Schraubenzieher nötig)

Peavey VTM Preamp Pedal – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist das Peavey VTM Preamp Pedal? Vorbild ist das Peavey VTM 60/120 Röhrentopteil aus den späten 80er-Jahren, dessen Vorstufe hier als Pedal aufersteht.
  • Sind im Peavey VTM Preamp Pedal echte Röhren verbaut? Nein, echte Röhren gibt es keine, aber mit der bewährten analogen TransTube-Technologie gelingt Peavey eine sehr authentische Röhrenemulation.
  • Mit welchen Bedienelementen ist das Peavey VTM Preamp Pedal ausgestattet? Fünf Potis für Verzerrung, Ausgangspegel und eine Klangregelung mit Low, Mid und High bieten vertraute Einstellmöglichkeiten, dazu acht DIP-Schalter.
  • Für welche Sounds steht das Peavey VTM Preamp Pedal? Britische High-Gain-Sounds mit den Genen des JCM 800.
  • Was ist das Besondere am Peavey VTM Preamp Pedal? Die acht DIP-Schalter auf der Bedienoberfläche stehen für zwei Gainstufen, Kompressor und fünf Soundmodi und damit für flexible Anpassung.
  • Was sagt der Test? Der britisch gefärbte High-Gain-Sound des Peavey-VTM-Preamp-Pedals erinnert an die Zeit des 80er-Jahre-Glam- und Hardrock. Es lässt sich mithilfe der etwas umständlich zu bedienenden DIP-Schalter gut an die jeweilige Peripherie anpassen, bleibt dabei aber in seinem Sound-Universum.

Aufbau und Bedienung des Peavey VTM Preamp-Pedals

Der VTM-Preamp sitzt in einem stabilen Metallgehäuse mit den Maßen 93 x 60 x 118 mm, bringt 366 Gramm auf die Waage und kann mit einem Standard-9-V-Netzteil oder per Batterie betrieben werden. Als zentrale Bedienelemente stehen fünf Potis für den Grad der Verzerrung (Pre), die Ausgangslautstärke (Post) und die Dreiband-Klangregelung (Low, Mid, High) bereit. Das Herzstück der Schaltung bildet eine Sektion aus 8 DIP-Schaltern für unterschiedliche Modifikationen am Schaltkreis. Hierzu gehören zwei zusätzliche Gain-Stufen (Gain 1/2), ein schaltbarer Kompressor (Comp) und fünf Klangmodifikationen in unterschiedlichen Frequenzbereichen (Low 1/2, Mid, High 1/2). In Betrieb genommen wird das VTM-Preamp-Pedal über einen True-Bypass-Fußschalter mit grüner LED. Alle Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich an der Stirnseite des Gehäuses.

Fotostrecke: 4 Bilder Der VTM-Preamp sitzt in einem stabilen Metallgehäuse mit den Maßen 93 x 60 x 118 mm und bringt 366 Gramm auf die Waage.
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Der Peavey VTM-Preamp liefert 80er-Hardrock-Sounds mit bissiger Note

Für den Test sitzt der VTM-Preamp im FX-Return eines Budda Superdrive 45 und ersetzt damit die Vorstufe des Amps. Beim ersten Antesten mit allen Potis in der 12-Uhr-Stellung liefert das VTM-Preamp-Pedal einen aggressiven, britisch angehauchten Grundsound mit einer deutlichen Akzentuierung der Höhen und der Hochmitten. Die Gene des Marshall JCM 800 sind hier durchaus spürbar, auch wenn das Pedal in meinen Ohren noch etwas bissiger klingt als das prominente Vorbild. In den Bässen bleibt der Sound eher schlank und wirkt bei höheren Gain- und Bass-Settings tendenziell etwas undefiniert. Tightes Metal-Riffing ist hier eher nicht im Programm. Dafür weiß das Pedal mit einer durchaus röhrenähnlichen Ansprache und Zerrstruktur zu überzeugen, die sich vor allem für 80er-Jahre-Hard- und Glamrock-Sounds empfiehlt. Dabei verträgt sich das Pedal am besten mit den etwas ausgangsschwächeren Humbuckern meiner Les Paul, während Singlecoil-Sounds schnell zum „einschneidenden“ Erlebnis werden. Echte Low-Gain-Sounds liefert der VTM-Preamp auch nur bedingt, da das Gain-Poti schon in seiner Minimalstellung ordentlich zupackt.

8 schaltbare Modifikationen sorgen beim VTM-Preamp für Abwechslung

Mit dem internen 3-Band-EQ und den 8 Dip-Switches lässt sich der Sound des Preamps gut an die jeweiligen Gitarren und Sound-Vorlieben anpassen, auch wenn hier keine 180-Grad-Wendungen zu erwarten sind. Die beiden Gain-Switches sorgen für einen zusätzlichen Schub in Sachen Verzerrung und Dichte, während der Comp-Switch eine etwas weichere und gefälligere Ansprache erzeugt. Die Low-Switches setzen an zwei unterschiedlichen Frequenzpunkten für eine leichte Anhebung der tiefen Frequenzen an und der Mid-Switch liefert bei Bedarf etwas mehr Wärme. Auch die zwei High-Switches greifen eher subtil in das Klangbild ein, könnten der Gitarre im Mix aber durchaus den letzten Schliff im Attack verleihen. Leider erweist sich das Experimentieren mit den Miniaturschaltern in der Praxis als etwas umständlich (Stift oder Schraubenzieher wird benötigt). Vermutlich werden die meisten sie aber nutzen, um den VTM-Preamp einmalig an die jeweilige Endstufe anzupassen.

Erste Eindrücke im FX-Return des Amps

Wir starten den Praxistest mit einem Referenz-Sound der Amp-eigenen Vorstufe und drei Praxisbeispielen mit unterschiedlichen Gitarren und dem VTM-Preamp im FX-Return.

Audio Samples
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Amp ohne Pedal (Les Paul) Soundcheck Mid-Gain (Les Paul) Soundcheck Low-Gain (Strat) Soundcheck High-Gain (PRS)

Weiter geht es mit einem Überblick über die Gain-Range und die Wirkungsweise des Dreiband-EQs mit allen Mod-Switches in neutraler Position.

Audio Samples
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Gain-Check, 9/12/15/max (PRS) EQ, Low/Mid/High, min. → max. (Les Paul)

Die Mod-Sektion des VTM-Preamp-Pedals

Mithilfe der schaltbaren Gain-Stufen und des Comp-Switches lassen sich vielfältige Eingriffe in die Zerrstruktur vornehmen.

Audio Samples
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Stock → Gain1 → Gain2 (Les Paul) Comp, off/on (Les Paul)

In den abschließenden drei Beispielen hören wir die schaltbaren EQ-Optionen im Vergleich zum Standardsignal.

Audio Samples
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Stock → Low1 → Low2 → Low1+2 (PRS) Mid, off/on (Tele) Stock → High1 → High2 (PRS)
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Fazit

Das Peavey VTM Preamp-Pedal zeigt sich im Test als echter Spezialist für britische High-Gain-Sounds und erinnert stark an die Klangästhetik des 80er-Jahre-Glam- und Hardrock. Mit seinem bissigen Grund-Timbre empfiehlt sich das Pedal gleichermaßen für schnelles Riffing wie für schneidende Lead-Sounds und harmoniert dabei am besten mit Humbuckern. Dank der umfangreichen (aber umständlich zu bedienenden) Mod-Sektion lässt sich der Preamp gut an unterschiedliche Szenarien anpassen, auch wenn er klanglich eher ein One-Trick-Pony bleibt. Wer seinen Low-Gain-Amp oder seine externe Endstufe in einen Hot-Rodded-Marshall verwandeln möchte, kommt hier aber durchaus auf seine Kosten.

Artikelbild
VTM Preamp Pedal
Für 190,00€ bei
  • Hersteller: Peavey
  • Modell: VTM Preamp
  • Typ: Preamp-Pedal
  • Herstellungsland: Taiwan
  • Anschlüsse: Input, Output, Netzteil
  • Bedienelemente: Potis für Pre, Post, Low, Mid und High, DIP-Schalter für Gain 1, Gain 2, Comp, Low 1, Low 2, Mid, High 1 und High 2
  • Stromversorgung: 9-V-Netzteil (nicht im Lieferumfang), Batterie
  • Stromaufnahme: k. A.
  • Abmessungen: (BxHxT) 93 x 60 x 118 mm
  • Gewicht: 366 g
  • Ladenpreis: 190,00 Euro (April 2026)

Herstellerseite: https://peavey.com/

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