Leider beginnt das Jahr 2026 nicht sehr schön, denn die Berliner Software- und Hardware-Schmiede Native Instruments hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Das Insolvenzverfahren und Native Instruments
Bislang hat NI noch keine offizielle Stellungnahme zum Insolvenzverfahren und seinen weiteren Konsequenzen abgegeben. Die Informationen stammen aus der öffentlich zugänglichen Insolvenzbekanntmachung. Wir informieren euch, sobald NI eine Stellungnahme abgibt.
Das Insolvenzverfahren ist eine sehr traurige Nachricht für viele Musikerinnen und Musiker, die Produkte von Native Instruments nutzen, sei es DJ-Equipment, Software-Synthesizer, MIDI-Keyboards oder andere Lösungen. Die Gedanken der Bonedo-Redaktion gelten selbstverständlich auch allen Mitarbeitenden des Unternehmens, die nun um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Dennoch darf man nicht vergessen, dass ein Insolvenzverfahren nicht automatisch das Ende von Native Instruments bedeutet.

Wie ist der derzeitige Stand des Native Instruments Insolvenzverfahrens?
Inzwischen wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt, der die wirtschaftliche Situation von Native Instruments prüft und dem Insolvenzgericht darüber Bericht erstattet. Das Verfahren befindet sich damit noch in einem frühen Stadium. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht entschieden, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Zu den Aufgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters gehört es, die vorhandenen Vermögenswerte von Native Instruments zu erfassen, die bestehenden Verbindlichkeiten von Native Instruments zu prüfen und die wirtschaftliche Tragfähigkeit zu bewerten. Auf Basis dieses Berichts entscheidet das Insolvenzgericht, ob das Insolvenzverfahren über Native Instruments offiziell eröffnet wird
Kann es mit Native Instruments weiter gehen?
Ein Insolvenzverfahren wirkt auf viele Menschen bedrohlich, was nachvollziehbar ist. Es bedeutet jedoch nicht zwangsläufig das Aus für Native Instruments. Eine Fortführung von Native Instruments ist möglich, wenn Native Instruments wirtschaftlich ist und ausreichend Liquidität vorhanden ist. Diese kann aus laufenden Einnahmen von Native Instruments, Finanzierungen oder der Unterstützung durch Investoren stammen. Ziel ist es, den Unternehmenswert von Native Instruments zu erhalten und eine bessere Ausgangslage für die Gläubiger zu schaffen.

Ob der Geschäftsbetrieb von Native Instruments fortgeführt wird, hängt maßgeblich davon ab, ob dies im Interesse der Gläubiger von Native Instruments liegt. Bei einer Zerschlagung von Native Instruments erhalten die Gläubiger häufig nur einen geringen Teil ihrer Forderungen. Bestehen dagegen realistische wirtschaftliche Perspektiven für Native Instruments, kann eine Weiterführung von Native Instruments dazu beitragen, dass die Gläubiger eher zu ihrem Geld kommen. Die entsprechende Entscheidung treffen im weiteren Verlauf der endgültige Insolvenzverwalter und das Insolvenzgericht.
Im derzeitigen vorläufigen Stadium läuft der Geschäftsbetrieb von Native Instruments in der Regel weiter. Sollte sich jedoch herausstellen, dass Native Instruments dauerhaft Verluste erwirtschaftet und keine tragfähige Finanzierung möglich ist, kann auch eine Einstellung des Geschäftsbetriebs von Native Instruments nicht ausgeschlossen werden.

Hoffnung für Native Instruments
Trotzdem bestehen Chancen für eine Fortführung von Native Instruments. Vergleichbare Fälle zeigen, dass Firmen nach einem Insolvenzverfahren wieder erfolgreich am Markt bestehen können. Ein bekanntes Beispiel ist Waldorf, das sich nach einem Insolvenzverfahren neu aufstellen konnte und heute wieder wirtschaftlich erfolgreich ist. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass ein Insolvenzverfahren für Native Instruments nicht ohne Veränderungen abläuft. Dazu können strukturelle Anpassungen, Einschnitte oder auch Personalmaßnahmen bei Native Instruments gehören.
Eine offizielle Stellungnahme von Native Instruments liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Sobald Native Instruments sich zum Insolvenzverfahren äußern wird, werden wir euch selbstverständlich darüber informieren.























Eric sagt:
#1 - 27.01.2026 um 17:55 Uhr
In der Tat eine schockierende Nachricht, aber auch vorher zusehen. Die Nachteile der Hardware und Software sind zu umfangreich und schrecken Kunden eher ab.