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5 wichtige Innovationen für die Bühnen- und Veranstaltungstechnik

Lang ist es her, dass die Beatles bei ihrer ersten Amerika-Tournee feststellten, dass die Gitarren-Amps für Stadien nicht mehr ausreichten und so begann die Aufrüstung der Bühnen- und Veranstaltungstechnik.

Als FOH-Engineer, Veranstalter, Techniker, mobiler DJ oder Verleiher stellt man sich die Frage, was wohl die fünf größten Errungenschaften auf dem Markt für Bühnen– und PA-Equipment sind, kommt man je nach Profession und Leidenschaft durchaus zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Bild: Fotolia, Credits: Gino Santa Maria
Bild: Fotolia, Credits: Gino Santa Maria

Es gibt so viele wegweisende Innovationen wie es Nischen in der Veranstaltungstechnik gibt. Alleine schon die Aufgabenstellungen von Pink Floyd haben die Entwickler im Hause Allen & Heath stetig zu Höchstleistungen angespornt. Aber ich möchte nicht zu weit ausholen, sondern mich auf ein paar wesentliche Eckpunkte konzentrieren…

1. Shure SM58 und SM57

Ohne Shure-Mikrofone wie das SM58 (hier im Test) sind Live-Gigs seit Jahrzehnten undenkbar. Gesang, Percussion, Amp-Abnahme, Drums – seit 1965 sind Shure die Marktführer für Bühnenmikros schlechthin und sie werden es wohl auf absehbare Zeit noch bleiben.

Der Klassiker schlechthin: Shure SM58
Der Klassiker schlechthin: Shure SM58

2. Funkstrecken

Endlich unabhängig vom Kabel dank Sennheiser und AKG. Und für die Bühne bereits seit den 90er-Jahren erschwinglich. Was seinerzeit mit Handsendern begann, findet heute seine Entsprechung in Lavalier-Mikrofonen und Headsets.

Sennheiser führte die Funkmikrofonie in den Fernsehstudios des NDR im Jahre 1957 ein. Bei Dieter Thomas Hecks ZDF Hitparade konnten wir dann mit dem Sennheiser SK 2012-TV und dem Handsender SKM 4031-TV ab 1982 die Weiterentwicklung bestaunen.

Den endgültigen „öffentlichen“ Startschuss setzten sie mit dem SKM 5000 und dem Taschensender SK 50 im Jahre 1993. 1996 legte AKG mit dem WMS 300 nach und das Zeitalter der bezahlbaren Wireless-Systeme in der Veranstaltungstechnik, wie das nachstehend abgebildete WMS 420 , begann.

3. Yamaha 02R 1995

Digitalmischpulte gibt es schon seit Ende der 70er-Jahre, aber das 02R hat in der Live-PA die analoge Welt Stück für Stück abgelöst. EQ, Effekte, Dynamikprozessoren pro Kanal sind und waren die schlagenden Argumente. Heutzutage finden modernere und leistungsstärkere Produkte der Kompaktklasse wie das Behringer X32Zutritt in die Mixing-Booth der Bühnen. Neben passenden Stageboxen kommen 32-Kanäler wie dieses Pult bereits mit 8 parallelen, vollbestückten FX-Kanälen, 6 Bus-Wegen, vollparametrischen EQs und Dynamics pro Kanal daher. Große Displays zur Parameter-Editierung, die Möglichkeit der Fernsteuerung via Tablet PC und Smartphone, Motorfader oder ein USB-Audiointerface, um das Konzert gleich mitzuschneiden, sind ebenso nicht selten und das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht.

Fotostrecke: 2 Bilder Wireless Systems: Eine Revolution für die Bühnentechnik. Hier im Bild zu sehen ist ein AKG WMS 420
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4. Line Array

Auf großen Bühnen hat sich das Ursprungskonzept des Line Arrays der französischen Firma L-Acoustic durchgesetzt und es wird seitdem von vielen Herstellern aufgegriffen. Auch für kleine Venues gibt es mittlerweile kompakte Auslegungen wie zum Beispiel die BOSE L1 Systeme in diversen Leistungsstärken. Dem gegenüber steht die letzte Innovation der Club- und Festival-Landschaft, das Funktion One Soundsystem, ein bis in die Monitorlautsprecher reines Hornsystem.

Wie ihr seht, die Karten werden stets neu gemischt und was am Ende auf der Bühne stehen bleibt, wird die Zeit uns zeigen (zu unserem Kaufberater für Säulensysteme).

5. In-Ear-Monitoring

… ist dank Soundengineer Chrys Lindop nicht mehr von der Bühne wegzudenken. Er stattete Stevie Wonder Ende der 80er für dessen Konzert im Wembley Stadion mit einem Prototypen der späteren Garwood „Radio Station“ In-Ear-Monitore aus. Seinerzeit bestand das System aus einen FM-Radiosender, einem Taschenempfänger, einem Aphex Multiband-Limiter und einem Satz Sony Walkman In-Ears.

Für Wedge-Puristen gibt es natürlich noch immer eine reichhaltige Auswahl an Boxen. Doch manchmal ist es mitunter auch der persönliche Geschmack, der einen daran hindert, In-Ears wie etwa ein Ultrasone IQ Pro für das Monitoring einzusetzen (Tipps zum Umstieg auf In-Ear-Systeme.

Fotostrecke: 2 Bilder Line Array System Bose L1
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Veranstaltungstechnik: Eure Meinung

Jetzt seid ihr an der Reihe. Gehört ihr auch zu den Bands oder Engineers, die auf moderne Veranstaltungstechnik (Affilliate Link) setzen? Oder seid ihr eher Oldschool unterwegs. Was sind eurer Meinung nach die wichtigsten technischen Errungenschaften, die die Welt der PA in den Grundfesten erschüttert hat?! Nutzt einfach die Kommentarfunktion, um uns eure Meinung mitzuteilen.

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von Axel Erbstösser

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